
T H E S E N zur p o l i t i s c h e n STREITKULTUR
Ein ZWISCHENRUF in deutschen PARLAMENTEN:
“SPRECHEN Sie n i c h t , während ich Sie u n t e r b r e c h e !“
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Die politische MEINUNGSBILDUNG in den verschiedensten PORTALEN
stimmen einen bedenklich, wenn man da liest, was da so abgeht …
ANSTAND, ACHTUNG und GEDANKENKLARHEIT
sind da augenscheinlich oftmals kaum erkennbar …
S C H A D E , dass SACHKENNTNIS und somit SACHLICHKEIT
immer mehr außen vor bleiben !
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Die THESEN zur politischen STREITKULTUR,
die ich 1990 aus einer VORLESUNG aufgezeichnet habe,
treffen nach meinen ERFAHRUNGEN heute mehr denn je auch auf
– das familiäre ZUSAMMENLEBEN
– die betriebliche ZUSAMMENARBEIT und nicht zuletzt
– die virtuellen BEGEGNUNGEN zu …
DESHALB gebe ich diese über 2 Jahrzehnte alte, aber m. E. nach wie vor
a k t u e l l e n A U F Z E I C H N U N G E N hier noch einmal wieder,
um das NACHDENKEN darüber anzuregen:

Zehn GEBOTE einer KULTUR des DIALOGES
– Seminaraufzeichnung über DIALOGKUNST in der Politik 1990 –
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Du sollst dem anderen nicht vorschreiben,
wie er sein soll ,
denn
DIALOG ist die LEHRE von der KULTUR der TOLERANZ;
d. h., konstruktive ABSAGE an jede Form der BESSERWISSEREI
und an jedes heimliche MIßTRAUEN in die Absichten des anderen.
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Du sollst den anderen so behandeln,
dass er sich entwickeln kann ,
denn
wer über DIALOG nachdenkt und ihn praktiziert,
leistet einen BEITRAG zur PÄDAGOGIK,
weil DIALOG auch PERSÖNLICHKEITSBILDUNG
fordert und fördert.
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Du sollst die von dir als richtig erkannten ANSICHTEN
nicht gegen, sondern nur mit dem anderen
durchsetzen wollen ,
denn
DIALOG bedeutet VERZICHT auf MACHTPOSITIONEN,
weil diese kein Mittel für auf Dauer zielende VERSTÄNDIGUNG sind.
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Du sollst dich in deinem DENKEN nicht festlegen ( lassen ) ,
denn
DIALOG ist DENKEN ohne DOGMA.
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Du sollst damit rechnen, dass bei dir selbst und im anderen
sich VERÄNDERUNGEN vollziehen, die nicht immer
berechenbar oder vorhersehbar sind ,
denn
d i a l o g f ä h i g ist,
wer mit Veränderungen umgehen kann; dazu gehört auch,
auf „ÄTSCH -“ oder „Siehste -„EFFEKTE zu verzichten.
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Du sollst zuerst vertrauen und nicht darauf warten,
dass der andere damit beginnt,
denn
DIALOG hat immer auch mit dem RISIKO des VERTRAUENS
zu tun oder mit Worten Abraham Lincolns gesagt:
„Man kann die MENSCHEN für eine k u r z e Zeit,
man kann MINDERHEITEN für eine l a n g e Zeit,
man kann n i e a l l e MENSCHEN für a l l e ZEIT
hinters LICHT führen.“
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Du sollst nicht vollmundig reden;
das erdrückt weniger den anderen als vielmehr dich selbst,
denn
DIALOG hat um seiner selbst willen auch eine gute Portion
AUGENMAß nötig, damit ist er eine Chance für WAHRHAFTIGKEIT in der Gesellschaft.
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Du sollst dich so verhalten, dass der andere
mit dir leben und reden will,
denn
DIALOG ist auch eine Sache des SPRACHVERHALTENS,
d. h., GEDANKEN- und WORTWAHL sowie AUSDRUCKSWEISE
sollten stets so angelegt sein,
dass keine IRRITATIONEN entstehen,
denn sonst erwachsen GEGENSÄTZE,
die k e i n e gemeinsame SPRACHE mehr kennen.
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Du sollst erfahren wollen, dass DIALOG in die FREIHEIT führt,
denn
DIALOG, das ist wie der Weg über ein offenes Feld; er ist ein PROZESS, nicht vorrangig das ZIEL.
Er will aufgenommen, gestaltet und ausgehalten sein.
D i a l o g f ä h i g ist nur, wer
u n a b h ä n g i g und v e r a n t w o r t l i c h sowie
p a r t n e r b e z o g e n denkt, redet und handelt.
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Du sollst damit rechnen, dass dialogisches VERHALTEN
h o f f n u n g s f ä h i g macht,
denn
DIALOG hat immer etwas mit GEDULD, WARTEN und HOFFNUNG
zu tun; dazu gehört folgerichtig auch, über seine eigene SITUATION
und die des anderen differenziert nachzudenken –
das gibt der HOFFNUNG auf VERSTÄNDIGUNG eine CHANCE.
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“ Beim STREIT sind fehl die TEMPERAMENTE,
da lob ich mir die ARGUMENTE. “ … [ A. H. ]

@ IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / FOTOS @ © PachT @

Guten Morgen!
Jetzt habe ich mich am frühen Morgen durch diesen Beitrag gekämpft.
„Du sollst“ kann ich auch nicht mehr hören.
„Ich mag“ funktioniert für mich besser.
Wer diese 10 „Gebote“ aufgestellt hat, hatte keinen Bock zu kämpfen.
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Moin, ob „Du sollst“ / „Du kannst“ oder
>> funktioniert … Entscheidend ist doch, dass allerorts die SCHLAGWORTE zunehmen und nicht mehr der gesunde Menschenverstand ! …
Eine gute Woche … Achim
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Lieber Dialog nach 10 Regeln als „einprägsame Schlagworte“.
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Ich finde, du hast kluge Thesen gewählt.
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