10.06.20 #REZENSION zu einem #BUCH über die #Geschichte der #DDR … #


Mein reales BUCH
mit digitaler WIDMUNG des AUTORS
und dazu meine REZENSION

Meine ersten Gedanken zu einer möglichen REZENSION …

Hinweis : ISBN 978-3-8375-2212-9

E n d f a s s u n g

„D D R  –   für Klugscheißer“
Mirko Krüger, Erfurt; KLARTEXT Verlag / Essen – eine Rezension [PachT]

Die vorliegenden 50 Kapitel DDR-Geschichte, – zwar auf 104 Seiten komprimiert -, wollen dann doch erst einmal gelesen, durchdacht und verinnerlicht sein. Vom „Geleit“ bis „Zu guter Letzt“ werden dem interessierten Leser 13 „Populäre Irrtümer“ und 35 „Aha“-Effekte inklusive 11 „Aha-Extra“-Pointen aus der Sicht des Autors zum rückwirkenden Nachvollziehen einer vier Jahrzehnte selbst durchlebten Geschichtsepoche bzw. der unvoreingenommenen Vergegenwärtigung für die in dieser Zeit außenstehenden Beobachter der damaligen innerstaatlichen Entwicklung eines ummauerten Staatsgebildes.

Dem politisch klardenkenden Leser offenbart sich augenfällig ein Widerspruch, nämlich zwischen dem laxen Buchtitel und dem sich auftuenden anspruchsvollen Inhalt dieser Lektüre. Der Autor enttäuscht alsbald geschickt den besserwisserischen Klugscheißer mit seinem überbetonten „Ossi-Wessi“-Verständnis. Mit immerhin über ein Vierteljahrhundert eigenem Erleben konnte er sich einen durchgängig erkennbaren Standpunkt erarbeiten und in dieser Veröffentlichung glaubhaft vermitteln.

Als ich vor Jahren an einem 09. November in meinem Politischen Tagebuch formulierte:
„So mancher glaubte ‚unverzollt‘, alles Glänzende im Westen sei Gold.
Bis zum Fall der Berliner Mauer – doch dann war er schlauer!“,
hatte ich so meinen persönlichen Unmut über das oftmals undifferenzierte und schablonenhafte Aufarbeiten der DDR-Vergangenheit in Zeitungen, Interviews oder in Talkshows kundgetan. Manchmal konnte man den Eindruck gewinnen, dass es Mitmenschen gibt, die scheinbar in einer noch anderen DDR gelebt hatten. Heute finde ich meine Auffassung mit den analytischen Aussagen dieses Buches übereinstimmend und somit bestätigt.


Der offensichtliche Verzicht sowohl auf Übertreibung als auch Kaschierung existenzieller Tatsachen ist ein von Anfang bis Ende bemerkenswerter Trend. Das beschriebene ‚schwarzweiße‘ Alltagsfundament der bereits mit vierzig Jahren verblichenen DDR sowie die ausgewogenen humorvollen Verknüpfungen und zeitbezogenen Bilder unterstreichen die gelebte, – im allgemeinen -, und erlebte Wirklichkeit, – im besonderen -, in sachlicher Art und Weise. Das verleiht zweifelsfrei gegenüber manch anderer Buchausgabe zu dieser Thematik dieser Publikation eine besondere Note.

Ich sage berechtigterweise hier und heute noch einmal: S _ U _ P _ E _ R , weil
S achlich
U nkompliziert
P erfekt
E hrlich
R outiniert.
Eine Abhandlung, die sich gut lesen lässt und m. E. letztendlich auch überzeugt.
___
© PachT, Erfurt, 04.06.2020

“Ein sicheres ZEICHEN
für ein gutes BUCH ist, wenn
es einem immer besser gefällt,
je älter man wird.“ [G.Chr. L.]

@ IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / Fotos @ © PachT @

22.09.19 # Rezension: SUPERmarktGESCHICHTEN #


Buch Nr. 5  : “ Supermarkt – Geschichten „
Christoph Aschenbrenner, Münster; SONDERPUNKTverlag
– eine Rezension [PachT]

Das fünfte Büchlein, des mir nach wie vor nur über Facebook bekannten Autors, lag unerwartet vor mir. Da es sich vom Titel her inhaltlich um Marktgeschichten handelt, habe ich diese Lektüre folgerichtig kapitelweise konsumiert.
Doch diese Geschichten vom Markt haben das Attribut “SUPER“, das ich im Wissen um den Verfasser, – und wahrscheinlich deshalb auch so in seinem Sinne -, interpretiere:
“ S achlich – U nkompliziert – P erfekt – E hrlich – R outiniert “.

Gleich beim ersten Mal Lesen hat mich seine Relativitätstheorie bei der gedanklichen Abwägung zwischen Wirklichkeit und Wahrheit beeindruckt. Beide stellen für mich die Säulen jeder einzelnen Geschichte und letztendlich der viergeteilten Struktur sowohl in Jahreszeiten als auch diese wiederum in sich dar. Zufall oder Absicht? Diese Relationen vermitteln insgesamt einen harmonischen Eindruck.
Gesellschaft und Persönlichkeiten sowie Wünsche und Tatsachen werden geschickt, – vergleichend -, dargestellt. Tiefgründiges Nachdenken und provoziertes Schmunzeln hemmen den Lesefluss überhaupt nicht.

Wie bei den zuvor erschienenen Erzählungen, muss ich nun erneut das von ihm beherrschte Können des Formulierens in kurzen Sätzen hervorheben.
Wenn man mir auf zehn Blättern von zehn verschiedenen Autoren Texte vorlegen würde, bin ich absolut davon überzeugt, dass ich ihn erkennen würde.

Es lohnt sich, die Beobachtungen des Autors mal für sich selbst zu verinnerlichen und dann einen SUPERMARKT aufzusuchen – man erlebt vollkommen neue Aspekte. Einfach  s u p e r !

“Wo kein bindendes VERHÄLTNIS
zur WAHRHEIT besteht,
stirbt das WORT.“
[R. Sch.]

@ IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text- / Fotoauswahl @ © PachT @

20.04.18 # Man muss denn schon auch mal v e r l i e r e n können (?)


GerichtsUtensil

Das erst Mal … Eine so nicht erwartete REZENSION
zu dem von mir eingereichten GEDICHT … :

L e b e n s n o t i z e n

Leben     Lachen   Lieben 
wo sind denn die Jahre nur geblieben …

Lieben    Leben      Lachen
manches Feuer konnte ich entfachen …

Lachen   Lieben     Leben 
stets nur das Beste wollte ich geben …

Lieben    Lachen    Leben 
alles Böse hatte ich vergeben …

Leben     Lieben      Lachen 
so konnte ich immer weitermachen …

Lachen    Leben      Lieben 
nichts vergessen – alles aufgeschrieben … 
___ 
© PachT / 06.02.2018
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Gedicht LebensNotizen

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                                                                                                                 Bielefeld, 11.04.2018 

Sehr geehrter Herr Tettschlag,

Ihr sechsstrophiges Gedicht mit dem Titel „Lebensnotizen“ war Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Begutachtung. Formal haben Sie sich für Duette im Paarreim entschieden. Struktur gebendes und wiederkehrendes Element ist die Variation der Alliteration „Leben Lieben Lachen“ mit der jede einzelne Strophe beginnt. Dabei wird bei jeder folgenden Strophe, die erste Vokabel ans Zeilenende geschoben, sodass sich die Reihenfolge der drei Schlüsselworte ändert und sich auch ein anderer Reim ergibt. Die Reime sind solide, metrisch gelingt es Ihnen aber noch nicht einen durchgehend einheitlichen Wechsel von betonten und unbetonten Silben zu gestalten. Alle zweiten Verse der Strophen bestehen allerdings aus zehn Silben und führen zu einem an- sprechenden und kompakten Druckbild.

Ihr künstlerischer Formwille ist also deutlich zu erkennen. Bildsprachlich ist Ihr Gedicht aber ausgesprochen schwach. Sie finden keine innovativen und originellen Metaphern. Inhaltlich erschöpfen Sie sich durch literarische Allgemeinplätze und weniger aussagekräftige Floskeln. Sollte das alles im Leben des Lyrischen Ichs gewesen sein, wovon die „Lebensnotizen“ künden, hat es anscheinend nicht viel mitzuteilen. Emotional hätte der Leser vielleicht mehr davon, wenn expliziter verdeutlicht würde, was zur Erheiterung beigetragen hat und welchen Stellenwert die Liebe im Leben hatte. So manches entfachte „Liebes-Feuer“ ist einfach nichtssagend und zu wenig, um den Leser mitzunehmen und zu erreichen.

Ihr Gedicht verkommt damit eher zu einer literarischen Spielerei, in der es lediglich um die Alliteration „Leben Lieben Lachen“ geht. Diese wird in der häufigen variierten Wiederholung etwas überstrapaziert und ist in sich auch nicht ganz logisch, um die wiederkehrenden Elemente des Lebens zu schildern. So umfasst das Leben eher das Lieben und Lachen und steht nicht mit ihnen auf einer Stufe.

Aufgrund der Summe der geschilderten vielen kleinen Mängel ist eine Veröffentlichung in der Anthologie zum Lyrischen Lorbeer 2018 fraglich. Über den Wettbewerbsausgang werden Sie im Herbst informiert.

Mit besten Wünschen für Ihr weiteres literarisches Schaffen grüßt Sie

Ihr Lorbeer Verlag
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Nun ist das zwar eine recht schmerzliche BEWERTUNG, – wie gesagt, zum ersten Mal für mich auf dieser EBENE -, aber ein TIEFSCHLAG ist es nicht, zumal  “fraglich“  noch nicht bedeutet, dass dieses Gedicht für die VERÖFFENTLICHUNG dort schon verworfen ist. Zum anderen sind die LEKTORATE noch zwei anderer VERLAGE dazu abzuwarten.
K e i n  GRUND also
die FLINTE ins KORN zu werfen ... oder besser gesagt: 
DENKEN und SCHREIBEN deshalb aufzugeben !
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Forsythie

“ Die KRITIK ist etwas WANDELBARES: sie geht hervor aus den ANSICHTEN der ZEIT. “ … [ H. H. ]

FRÜHLING bei mir vor der Tür@ IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / FOTOs @  © PachT @