08.06.12 #-# P O L I T I K und M O R A L #-#


Zu einer AUSSAGE des BUNDESPRÄSIDENTEN,
die Gegenstand in einem LEITARTIKEL
in der Wochenzeitung „Glaube + HEIMAT“ war,
musste ich ganz einfach etwas sagen …

In der Ausgabe Nr. 24 / 2012; S. 9
veröffentlichte
Logo Glaube + Heimat
meine AUFFASSUNG dazu :

Der Bundespräsident scheint etwas zu übersehen

Die These des Bundespräsidenten, dass die Politik Menschen braucht, „die an eine Sache glauben, die größer ist als sie selbst“, lässt einen interessierten Beobachter der politischen Geschehnisse in unserem Lande aufmerken. Denn auffallend und mit steigender Tendenz ist doch die Tatsache festzustellen, dass Tätige in der Politik mehr und mehr glauben, über sich hinauswachsen zu müssen. Immer öfter wird der Souverän öffentlich brüskiert, der mehr und mehr den Eindruck gewinnt, dass dort, wo die Politik beginnt, für den Politiker die Moral aufhört.
Sowohl politische Ethik und Ethos des Politikers als auch die faire Kultur des politischen Dialogs geraten immer mehr ins Hintertreffen.
Politisches Straßentheater vor Wahlen ist schon längst kein Beweis mehr für proklamierte Bürgernähe.
Statt „Was kann ich !“ treten bereits Bewerber für ein politisches Amt unter dem Leitmotiv „Wer bin ich ?“ auf. Ein so spürbar an Politikerverdruss erkranktes Thüringen, das jeden Tag von vielen seiner Politiker nur schöngeredet wird, kann so nicht genesen und viele zurückliegende politischen Kampagnen waren so punktuell angelegt, dass der Blick auf das notwendige Ganze stark getrübt wurde. Eingeständnisse politischer Fehlentscheidungen gibt es nicht, denn das wäre eine Sache, die den Politiker kleiner erscheinen ließe als er denn sein möchte. Stattdessen werden Fehler wie z. B. beim Thüringer Verfassungsschutz aufwendig durch Untersuchungsausschüsse, – die dann letztlich die Arbeiten nachholen, die wider besseren Wissens verabsäumt wurden -, kaschiert.
Ob politisch engagierte Christen jetzt noch die Glaubwürdigkeit der Politiker im positiven Sinne beeinflussen können ? Macht zu haben und behalten zu wollen, scheint einer Droge gleich zu kommen !
___
P. Achim T., Erfurt
(kursiver Textteil = Kürzung durch die Redaktion)

SSW166.Gedanke_Öffentlichkeit
Text mit Fotomontage (c) P. Achim T.

___

Es gibt zwei ARTEN von MORAL und POLITIK :
eine, die man predigt, und
eine, die man anwendet
. “ [B. R. / PachT]

2 Kommentare zu „08.06.12 #-# P O L I T I K und M O R A L #-#

  1. Das Wort „Thüringen“ lässt sich problemlos durch jeden anderen geografischen Begriff ersetzen. Leider! Und zu den zwei Arten von Moral und Politik: Es gibt noch eine dritte Art davon:
    1. die man predigt,
    2. die man anwendet und
    3. die man hat. Auch wenn es nur ein Vakuum ist!

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  2. „Die These des Bundespräsidenten, dass die Politik Menschen braucht, „die an eine Sache glauben, die größer ist als sie selbst“, lässt einen interessierten Beobachter der politischen Geschehnisse in unserem Lande aufmerken.“

    Schon Adam soll geglaubt haben. Das Gift der Verführung.

    Ein gezielter Leitfaden der Menschheit:

    Schaffe Kattegorien, Schubladen,

    darin werden sich Gleichgesinnte sammeln und per Mehrheit über die anderen richten.

    Die Welt wäre auch viel friedlicher, setzte sich einmal die Wahrheit durch, dass es nicht um besser, grösser, schneller, toller geht, sondern lediglich um ANDERS :-)

    „eine Sache die grösser ist als Sie selbst“

    das haben viele Verführer dazu benutzt, es in die „Glauben WOLLENDEN“ zu injezieren und wir kennen ja die Ergebnisse aus eigener Geschichte.

    Ich denke mir mal, dass ganz viel DEMUT und der gesunde Glaube an SICH,für jeden selbt und damit für ALLE das Größte wäre.

    Schönen Sonntag

    F
    *S

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