15.06.12 # INTRIGEN zwischen POLITIKERN # Aus meiner publizistischen Arbeit #


Am Mittwoch, 13.06.2012,
– etwas versteckt, aber für den geübten Leser erkennbar -,
fiel mir eine k l e i n e SCHLAGZEILE
in der THÜRINGER ALLGEMEINE ins Auge :

Kampf
zwischen Machnig und Geschäftsführer eskaliert

Dieses Rendezvous am Mittwochgabend in der Erfurter Eissporthalle dürften viele Gäste gespannt beobachten. Reden sie miteinander? Schweigen sie sich nur an?
Oder kommt es gar zum öffentlichen Eklat?

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Dieser Artikel, – Text am Ende beigefügt -,
veranlasste mich zu nachstehenden
(ist am 19.06.12 gekürzt erschienen) PRESSEBEITRAG an die
Logo Thüringer Allgemeine 1
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Beispielgebende Führungskräfte

Unter Führung der der CDU angehörenden Ministerpräsidentin Frau Lieberknecht scheinen in der Thüringer Landesregierung sowohl politische Ethik und Ethos des Politikers als auch die faire Kultur des politischen Dialogs immer mehr ins Abseits zu geraten.
Wie können Politiker und Fraktionen des Landtages sich für das Wohlergehen der Bürger ihres Landes einsetzen, wenn sie mehr damit beschäftigt sind, statt politische, wirtschaftliche und kulturelle Erfolge zu organisieren, auf den unterschiedlichsten Politikfeldern zu intrigieren?
Dass zum christlichen Menschenbild sich bekennende Politiker da ungeniert mitmischen, lässt schon Zweifel an der Glaubwürdigkeit aufkommen!

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P. Achim T., Erfurt

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Nachstehend der WORTLAUT des o. g. Artikels
in der TA v. 13.06.12; S. 4:

Kampf zwischen Machnig und Geschäftsführer eskaliert

Erfurt. Pünktlich zum größtmöglichen Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Landesentwicklungsgesellschaft eskaliert der Streit zwischen Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) und Frank Krätzschmar, einem der beiden Chefs der LEG.
Seit Monaten versucht der Minister, den Geschäftsführer an die Spitze einer anderen Landesgesellschaft abzuschieben. Doch dies gestaltet sich kompliziert. Zwar wurde Krätzschmar im Februar als einer von zwei Geschäftsführern an der Spitze der Internationalen Bauausstellung (IBA) installiert. Parallel aber blieb er Co-Chef der LEG und weigerte sich, seinen Anstellungsvertrag bei der IBA zu unterschreiben.
Seither wird gekämpft. Die beiden Männer, heißt es aus der Gesellschaft, redeten nicht mehr miteinander; der Minister kommuniziere ausschließlich noch mit dem ersten Geschäftsführer Andreas Krey, einem CDU-Mann. Krätzschmar soll sich inzwischen einen Anwalt genommen haben, Machnig wiederum bestellte ein Gutachten von Wirtschaftsprüfern.
Die Entscheidung fällt demnächst. Am 29. Juni steht die Verlängerung von Krätzschmars Vertrag auf der Sitzung des LEG-Aufsichtsrates. Machnigs Problem: Er ist zwar qua Amt Aufsichtratschef der LEG. Die Mehrheit in dem Gremium besitzen aber Vertreter der CDU – die nur zu gerne dem unbequemen Minister in dessen eigenem Revier schlagen wollen.
Die Frontlinie ist nicht neu, in diesem Fall aber erklärungsbedürftig. Denn Krätzschmar gehört derselben SPD wie Machnig an. Er galt während der Dekade der CDU-Alleinregierung als letzter sozialdemokratisches Überlebender an der Spitze einer Landesgesellschaft.
Warum also diese Härte zwischen Parteifreunden? Viele im politischen Erfurt erklären sie sich mit der Tatsache, dass Krätzschmar ein Gefolgsmann von Landeschef Christoph Matschie ist, der insgeheim mit Machnig um die nächste Spitzenkandidatur streitet.
Der Wirtschaftsminister dagegen lässt kolportieren, es gehe nur um die LEG und nicht um die Partei, was wiederum Rückschlüsse auf seine Einschätzung von Krätzschmar zulässt. Offiziell will sich Machnig nicht äußern, der LEG-Chef war gestern nicht erreichbar.
Die Unions-Mehrheit im Aufsichtsrat wird übrigens von Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) organisiert, der mit Machnig eher nicht kann. Reinholz war bis zu seiner Bestellung ins Kabinett im Jahr 2004 auch Geschäftsführer der LEG – gemeinsam mit Krätzschmar.
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Martin Debes / 13.06.12 / TA

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In der POLITIK musst du lernen, dass sich
HÜHNERKACKE über Nacht in
HÜHNERSALAT verwandeln kann. !
[L. B. J.]