03.06.20 #Gedicht auf #sächsisch …


Während eines WALDSPAZIERGANGS erreichte mich eine Email
mit dem nachstehenden GEDICHT

Ins B L A U E nein

Bei Friehlingsluft un Sonnenschein
uff Wanderschaft ins Blaue nein,
wo unbegannte Ferne lockt,
so is mr oft schon losgesockt.

Mr denkt an gar gee Ziel drbei
un fiehlt sich wie e Voochel frei.
Wenn miede mal de Beene sin,
dann bremst mr ab un haut sich hin.

Mr streckt sich aus bei Mudder Grien,
sieht iwer sich de Welkchen ziehn.
Was mr zu bickern bei sich hat,
dran futtert mr sich frehlich satt.

Gemietlich, ohne jede Hast
geht’s weiter bis zur nächsten Rast.
Was alles mr entdeckte so,
gommt ins Erinnerungsdeboh.

___
Lene Voigt

“Der MENSCH braucht STUNDEN,
wo er sich sammelt
und in sich hineinlebt.“ [A. Sch.]

@ IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / Foto / Auswahl @ © PachT @

01.05.20 # M A I F E I E R N sind vom 01.05. auf 01.11. wg. Coronavirus verschoben …


also vom ARBEITERKAMPFTAG auf ALLERHEILIGEN, d e n n
es ist nie zu spät, der kämpferischen ARBEITERKLASSE zu gedenken !

Als TROST heute das GEDICHT
>> `s liecht was in dr Luft <<

Um Ostern rum, wenn de Naddur
sich grembelt um in Wald un Flur,
dann fiehlt dr Mensch alljährlich nei:
`s gommt ooch fier mich was raus drbei.

`s muss ärchend was andersch wärn.
Mr ganns nich so genau erglärn.
Doch enne Wendung gibt’s gewiß,
weeß mr ooch noch nich, wasses is.

In Hoffnung läbt mr jetz ang gro,
un das macht een beschwingt un froh.
Dr nächste Morchen bringt vielleicht
schon das, was sich hat angezeicht.

Amende wechselt mr den Ort
un gommt beruflich ganz weit fort ?
Dann steicht doch sicher ooch`s Gehalt ?
Nu hoffentlich erfahrn mrsch bald.

___
Lene Voigt
(Übernommen wie bei mir angekommen)

“ARBEIT und FEIER
vollenden einander.“
[L. St.]

@ IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / Fotos @ © PachT  @

07.04.20 # Abreißkalender auf s ä c h s i s c h #


Dieser Tage bekam ich eine Email
von einem THÜRINGER aus B W
mit diesem sächsischem GEDICHT :

DrAbreißgalender 

Jedesmal am erschten Janewar
baumelt an der Wand ganz wunderbar
wieder e Galender mit viel Blättern,
daß mr genn ins neie Jahr reinglettern. 

Vornedruff steht enne große Nummer.
Bringt die uns nu Freide oder Gummer ?
Mancher hat so seine Lieblingszahl,
doch ooch die verglabbst een manches Mal.

Däächlich wärn mr informiert sähr scheen,
wann de Sonne un dr Mond uffgehn.
Dadruff genn mr wärklich uns verlassen.
Die dun niemals ihre Zeit verbassen.

Manchmal bringt e Schreck `s Galenderblatt,
nämlich wenn mersch ganz vergessen hat,
daß Geboortsdaach feiert enne Dande.
Die bedeckt een dann mit Schimpf un Schande. 

Wenn am Ort se wohnt, gehts ja noch an,
weil mr da berseenlich hingehn gann.
Doch nach auswärts gost`s  e Delegramm,
wolln mr unsre Ruhe wiederhamm.

Dieser Text wurde so übernommen, wie er bei mir angekommen !

“Wer viele DIALEKTE spricht,
kann vielfältig UNSINN reden.“
[PachT 2020 frei nach A. Roda Roda]

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