11.07.25 #GESETZE sind #RAHMENBEDINGUNGEN, deren #EINDEUTIGKEIT stetig neu justiert werden muss #

Wiederholt muss man zur Kenntnis nehmen, dass unsere gewählten
Politiker sehr blauäugig die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung
wahrnehmen und dementsprechend oftmals Gesetze mit offensichtlichen
Schlupflöchern auf den Weg bringen. Deutlich wird das meines Erachtens
zum Beispiel hinsichtlich des bisher rechtlich nicht eindeutigen Verbots
von Alkohol am Steuer. Nur wenige Autofahrer gehören zu den
Auserwählten, die zu gesellschaftlichen Anlässen,
– wie vom Verkehrsminister explizit hervorgehoben -, aus Höflichkeit
mit einem Gläschen anstoßen und einen Schluck zu sich nehmen,
ohne zugleich den Straßenverkehr zu gefährden, zumal zumeist
draußen ihr Chauffeur wartet.
Ich meine, wer durchgängig lückenloses Recht als Einschränkung der
Freiheit des Einzelnen ablehnt, sollte bedenken: Die Freiheit in einer
Gesellschaft kann nur in ihren Grenzen gesehen, gelebt und geschützt
werden. Diese aber über ihre Grenzen hinaus zu idealisieren oder gar
zu instrumentalisieren, birgt die Gefahr einer sich schleichend
entwickelnden strukturellen Verantwortungslosigkeit in Politik und
Wirtschaft bis hinein in die Familien sich.   
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IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / Fotoauswahl @ 
© PachT

10.07.25 Offene #HINTERTÜREN in der #GESETZGEBUNG ebnen den #WEG für deren bewusste #UMGEHUNG #

Nr. 237

Dazu habe ich eine unmissverständliche MEINUNG,
die ich der REDAKTION unserer REGIONALPRESSE
gestern habe wissen lassen:

IDEE @ AUSFÜHRUNG @ Text / Foto&Auswahl @ 
© PachT

09.07.25 #ERMUNTERUNG in einer sorgenvollen #ZEIT – eine #PARODIE

Guten Morgen, liebe Sorgen
 
Ich schrecke aus dem Schlaf in meiner heimatlichen Gruft.
Irgend etwas stimmt da nicht, ich schnapp’ nach frischer Luft.
Wie ich aus dem Bette springe, schlag’ ich mir gleich zwei Beul’n.
– Keine Schwester weit und breit -, ach! … Ist das nicht zum Heul’n !
 
                        Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch  schon alle da?
                        Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
 
 Neben mir im Ehebett liegt noch alles unberührt.
“Da gibt’s wohl jetzt ‘nen Hausfreund, der meine Frau verführt”;
das denke ich so ganz stille auf dem Wege zum Abort,
“nun haste keinen ‘Schatten’ mehr und auch die Frau ist fort !”
 
                        Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch  schon alle da?
                        Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar
  
Morgenstunde hat Gold im Munde ! – heißt ein alter Spruch,
ich komm’ in die Küche rein, da brüll’ ich einen Fluch.
Teller, Tassen, Flaschen, Gläser stehen hier wüst herum.
Ach, war das eine schöne Ordnung im Sanatorium!
 
                        Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch  schon alle da?
                        Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
  
Mein Chef bittet mich zur Audienz, gleich morgens in der Früh’.
“Sie seh’n so ausgeglichen aus, so kannte ich Sie nie …;
doch nun vergessen ‘s ganz schnell Schwestern, Therapeuten.
Jetzt fängt der Alltag wieder an. Ich werd’ es Ihn’ schon zeigen!”
 
                        Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
                        Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
  
Ich sitz’ in einer Konferenz, mach’ autogenes Training:
– leise rauscht der Blätterwald / ich träum’ vom hohen Fläming.
Da ! eine Stimme ruft mich auf, man bittet mich ums Wort.
Ruhig und gelassen tret’ ich vor, bedank’ mich und geh’ fort!
 
                        Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
                        Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
 
 Trotz vier Wochen Abstinenz, geh’ ich abends zu ‘ner Fete,
kippe mir paar Cognac rein und tanze mit ‘ner Käthe.
Plötzlich dann um Mitternacht rückt einer mir auf die Pelle …
am andren Morgen werd’ ich wach und lieg’ in einer Zelle!
 
                        Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
                        Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
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© P. Achim Tettschlag, Belzig / Kurklinik 1988
(frei nach dem Titel und Musik von und mit Jürgen v. d. Lippe)
Mein Beitrag mit Gesang zur Gitarre
anlässlich der Abschlussveranstaltung
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