
Im ARCHIV meines Großvaters KARL
geblättert und gefunden …

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“Dem MUTTERWERDEN allein
kommt noch kein VERDIENST zu.“ … [E. Th.]



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E R I N N E R U N G
Wenn ich so durch die Straßen geh’
und dann verliebte Pärchen seh’,
wird es um‘s Herze mir so schwer,
weil ich zu gerne bei ihr wär.
Doch jetzt bin ich so ganz allein,
bleibe zu Hause, trink’ kein Wein …
und abends in der Dämmerung
kommt zu mir die Erinnerung:
Es war im Mai vor einem Jahr
als ich sie sah in einer Bar.
Alle Tische waren besetzt,
da hat sie sich zu mir gesetzt.
Zuerst war sie recht kühl und kalt,
doch auch das legte sich schon bald.
Beim Tanzen kamen wir in Schwung,
so ist’s mir in Erinnerung …
Mit ihr hatt’ ich dann manche Nacht
in dieser kleinen Bar verbracht.
Wenn ich an ihre Küsse denk’,
die war’n ein reizendes Geschenk.
Noch spüre ich ihr duftend’ Haar,
das alles war vor einem Jahr.
Jetzt sitz’ ich in Vereinsamung,
mich quält nur die Erinnerung…
Vierzehn Tage war’n wir vereint,
auf einmal hatte sie geweint.
Die Trennung war herangenaht,
kaum dass man sich lieb gewonnen hat.
Der Abschied fiel uns beiden schwer.
Der Zug fuhr ab, um mich war’s leer.
Mir blieb als kleines Souvenir
an meinem Schal ein Haar von ihr …
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© PachT 1962
Die Melodie eines Chansons von Charles Aznavour
hat die Metrik dieser Zeilen bestimmt










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o d e r auch h i e r

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Guten Morgen, liebe Sorgen
Ich schrecke aus dem Schlaf in meiner heimatlichen Gruft.
Irgend etwas stimmt da nicht, ich schnapp’ nach frischer Luft.
Wie ich aus dem Bette springe, schlag’ ich mir gleich zwei Beul’n.
– Keine Schwester weit und breit -, ach! … Ist das nicht zum Heul’n !
Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
Neben mir im Ehebett liegt noch alles unberührt.
“Da gibt’s wohl jetzt ‘nen Hausfreund, der meine Frau verführt”;
das denke ich so ganz stille auf dem Wege zum Abort,
“nun haste keinen ‘Schatten’ mehr und auch die Frau ist fort !”
Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar
Morgenstunde hat Gold im Munde ! – heißt ein alter Spruch,
ich komm’ in die Küche rein, da brüll’ ich einen Fluch.
Teller, Tassen, Flaschen, Gläser stehen hier wüst herum.
Ach, war das eine schöne Ordnung im Sanatorium!
Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
Mein Chef bittet mich zur Audienz, gleich morgens in der Früh’.
“Sie seh’n so ausgeglichen aus, so kannte ich Sie nie …;
doch nun vergessen ‘s ganz schnell Schwestern, Therapeuten.
Jetzt fängt der Alltag wieder an. Ich werd’ es Ihn’ schon zeigen!”
Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
Ich sitz’ in einer Konferenz, mach’ autogenes Training:
– leise rauscht der Blätterwald / ich träum’ vom hohen Fläming .
Da ! eine Stimme ruft mich auf, man bittet mich ums Wort.
Ruhig und gelassen tret’ ich vor, bedank’ mich und geh’ fort!
Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
Trotz vier Wochen Abstinenz, geh’ ich abends zu ‘ner Fete,
kippe mir paar Cognac rein und tanze mit ‘ner Käthe.
Plötzlich dann um Mitternacht rückt einer mir auf die Pelle …
am andren Morgen werd’ ich wach und lieg’ in einer Zelle!
Guten Morgen, liebe Sorgen; seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar!
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© P. Achim Tettschlag, Belzig / Kurklinik Oktober 1988
(frei nach dem Titel und Musik von und mit Jürgen v. d. Lippe)




Ist gar das ganze LEBEN ein QUIZ?
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© PachT 2018


