Über die sich schleichend ausbreitende g e i s t i g e ARMUT verschwendet kaum einer l ö s u n g s o r i e n t i e r t e GEDANKEN. Vor allem nicht diejenigen, die täglich den NÄHRBODEN dafür aufs Neue bereiten.
>Restaurant des Herzens< – Beleg für Nächstenliebe oder politisches Versagen? In einem der reichsten Länder der Erde ist es leider schon Tradition geworden, dass gewählte Politiker gerne, – in der Öffentlichkeit Punkte sammelnd -, in ihrer Freizeit für ein paar Stunden als engagierte Helfer an einer von Ehrenamtlichen eingerichteten “Tafel“ auftreten. Soll damit Nächstenliebe demonstriert werden, um politisches Versagen zu verdecken? Es ist doch wohl Aufgabe der Verantwortlichen in den Parlamenten und Landeskabinetten, mit ihren Entscheidungen dafür Sorge zu tragen, dass die steigende Armut in der Gesellschaft auf ein erkennbares Minimum reduziert wird. ___ P. Achim Tettschlag, Erfurt +++
“Wir kaschieren nichts so gut wie unsere DEFIZITE.“ [E. K.]
Dieser Tage las ich einen BERICHT in der Kirchenzeitung, der mich erneut nur mit dem Kopf schütteln ließ. Die Politik vermittelt immer wieder das Ringen ums gleiche Recht für alle; dazu gehört ja wohl auch und in erster Linie die soziale Gerechtigkeit.
Meine persönliche MEINUNG dazu:
Tafeln für Arme in einem der reichsten Länder der Welt
Ein bis zwei Mal im Jahr zeigen sich gewählte Politiker, - die immer wieder oft und gern betonen, dass unser Land eines der reichsten der Welt ist -, hinter dem Tresen einer Tafel als Helfer bei der Ausgabe von Lebensmitteln für Bedürftige. Eine Zeit, die wohl effizienter genutzt wäre, wenn Entscheidungen herbeigeführt würden, die meines Erachtens diesem unrühmlichen Sachverhalt ein Ende setzten.
Doch was ist tatsächlich festzustellen: In dem Maße, wie der Staat ohne plausible Begründung seinem pflichtgemäßen Leistungsumfang gegenüber dem Souverän, - dem eigentlichen Arbeitgeber -, reduziert, umso mehr zollt dieser öffentlich dem Ehrenamt seine Anerkennung und Förderung. Somit kaschiert er unbemerkt eine neue, versteckte Form der Ausbeutung des Menschen nach kapitalistischer Manier bei gleichzeitig belastenden Erhöhungen von Lebenshaltungskosten, Steuern und Abgaben.
Sowohl die COVID-19-Pandemie als auch der neuerliche Krieg in Europa sind hierfür keine Erklärung, da vielmehr öffentlich geworden ist, dass doch finanzielle Mittel vorhanden sind, die nur für alle Mitglieder der Gesellschaft sowie die erforderlichen Baustellen wie Bildung, Gesundheit, Pflege, Wohnen und so weiter zum Einsatz kommen müssen.
Menschen, die mitbringen, was sie zur Gestaltung eines geselligen Treffens an der Tafel beitragen können, das sollte die Zielstellung politischer Aktivitäten hierzulande werden.
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“Eins muss man dem GELD lassen, es zeigt die ARMUT der ARMEN und die ARMUT der REICHEN.“
[M. H.]