Nun hat sich unvorhergesehen doch noch eine vierte FORM, – dank eines ALTBUNDESPRÄSIDENTEN -, herausgebildet, n ä m l i c h das “betreute SPRECHEN“ … :
“Des Menschen SPRACHE gleicht seinem LEBEN.“ [Sokrates]
Buch Nr. 5 : “ Supermarkt – Geschichten „ Christoph Aschenbrenner, Münster; SONDERPUNKTverlag – eine Rezension [PachT]
Das fünfte Büchlein, des mir nach wie vor nur über Facebook bekannten Autors, lag unerwartet vor mir. Da es sich vom Titel her inhaltlich um Marktgeschichten handelt, habe ich diese Lektüre folgerichtig kapitelweise konsumiert. Doch diese Geschichten vom Markt haben das Attribut “SUPER“, das ich im Wissen um den Verfasser, – und wahrscheinlich deshalb auch so in seinem Sinne -, interpretiere: “ S achlich – U nkompliziert – P erfekt – E hrlich – R outiniert “.
Gleich beim ersten Mal Lesen hat mich seine Relativitätstheorie bei der gedanklichen Abwägung zwischen Wirklichkeit und Wahrheit beeindruckt. Beide stellen für mich die Säulen jeder einzelnen Geschichte und letztendlichder viergeteilten Struktur sowohl in Jahreszeiten als auch diese wiederum in sich dar. Zufall oder Absicht? Diese Relationen vermitteln insgesamt einen harmonischen Eindruck. Gesellschaft und Persönlichkeiten sowie Wünsche und Tatsachen werden geschickt, – vergleichend -, dargestellt. Tiefgründiges Nachdenken und provoziertes Schmunzeln hemmen den Lesefluss überhaupt nicht.
Wie bei den zuvor erschienenen Erzählungen, muss ich nun erneut das von ihm beherrschte Können des Formulierens in kurzen Sätzen hervorheben. Wenn man mir auf zehn Blättern von zehn verschiedenen Autoren Texte vorlegen würde, bin ich absolut davon überzeugt, dass ich ihn erkennen würde. Es lohnt sich, die Beobachtungen des Autors mal für sich selbst zu verinnerlichen und dann einen SUPERMARKT aufzusuchen – man erlebt vollkommen neue Aspekte. Einfach s u p e r !
“Wo kein bindendes VERHÄLTNIS zur WAHRHEIT besteht, stirbt das WORT.“ [R. Sch.]
Mit der Emanzipation haben sich Benimmregeln geändert: Früher sollte die Frau zuerst die Treppe hinaufgehen, damit der Mann sie beim Sturz auffangen konnte. Heute gilt dies nur bei schmalen Treppen. Im Geschäftsleben geht es nach Hierarchie.
Zappeln:
Das Handspiel kann Nervosität verraten. Langsame Bewegungen wirken souverän.
Wer gekonnt den Kelch schwenkt, seine Nase tief in das Glas taucht, beeindruckt heute viele. Achtung Minenfeld: Falls Ihnen der Kellner einen Testschluck einschenkt, tut er das, damit Sie prüfen können, ob dieser gut temperiert ist oder korkelt. Ob er schmeckt steht nicht zur Debatte.
Xenien:
Sind Gastgeschenke. Diese sind bei privaten Einladungen obligat – erst recht, wenn eine Übernachtung folgt.
“Das BETRAGEN ist ein SPIEGEL, in welchem jeder sein BILD zeigt.“ [J.W.v. G.]
Etikette wird durchaus global geschätzt. Achten Sie auf Ihre Kleidung – vor allem im Hinblick darauf, keine religiösen Gefühle zu verletzen.
Vorstellung:
Herren stehen zur Begrüßung einer Dame auf. Das ist überholt. Heute steht jeder für jeden auf – als Zeichen gegenseitigen Respekts. Im privaten Bereich grüßt immer der, der dazukommt oder den anderen zuerst sieht. Geschäftlich zählt allein die Hierarchie.
“Bei gewissen LEUTEN ersetzt GROBHEIT die LEBENSWEISHEIT.“ [J.M. R.]