FREIHEIT ( 12 - 127 )
FREIHEIT
besteht vor allem darin,
das zu tun,
was man nach seinem GEWISSEN
tun soll.
Deshalb
muss man immer daran denken,
dass FREIHEIT
im Gleichschritt
mit VERANTWORTUNG geht!
Diese Feststellung beinhaltet zugleich, dass
die GESCHICHTE der FREIHEIT
die GESCHICHTE des WIDERSPRUCHES
ist.
So muss man immer davon ausgehen, dass
der GEBRAUCH der FREIHEIT
den MISSBRAUCH einschließt.
Die Zeiten aber haben sich gewaltig verändert:
Früher
sind die MENSCHEN
für die FREIHEIT
auf die BARRIKADEN gegangen;
jetzt
tun es die MENSCHEN
für die FREIZEIT ...
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P O L I T I K ( 11- 119 )
Statt sie zu erheben,
werfen wir unsere STIMME
alle vier Jahre in die URNE ...
und helfen somit
POLITIKERN
auf die schiefe EBENE,
damit sie eine
steile KARRIERE machen können.
So ist eben DEMOKRATIE:
KEINER macht sich GEDANKEN,
aber jeder darf sagen,
was er will!
Deshalb wird es so bleiben, dass immer
die POLEMIK
zur DEMOKRATIE gehört,
das war schon im alten ATHEN so
und
und einen ZUSTAND erstrebt,
in dem jeder jedem
eine FRAGE stellen darf!
Aber
wer die URSACHE nicht kennt,
nennt die WIRKUNG eben ZUFALL,
wenn
die DEMOKRATIE
sich als die edelste FORM erweist,
in der eine NATION
zugrunde gehen kann.
Denn
je mehr LEUTE
sich für das kleinere ÜBEL -
als NICHTWÄHLER aufzutreten -
entscheiden,
desto größer wird es!
ÜBRIGENS:
Dass POLITIKER käuflich sind,
wird von vielen
in KAUF genommen ...
statt dessen sollte man sich
diese DAMEN und HERREN
mal kaufen,
und zwar im WAHLLOKAL.
ABER
mit der DEMOKRATIE
geht es offensichtlich bergab ...
gute ZEITEN für "RADFAHRER"
und
die BUNDESREPUBLIK
entwickelt sich
mehr und mehr zu einer
außerparlamentarischen Demoskopie!
Eine Konsequenz ist künftighin, dass
die MEINUNGSVIELFALT
darin besteht,
dass jene, die eine eigene hatten,
diese nun vielfach zusammengefaltet
in die WAHLURNE werfen.
Dabei
hält sich die FREIHEIT
eben in GRENZEN
und gegenwärtig
entwickeln sich die BÖRSENBERICHTE
immer mehr zu FALL-STUDIEN,
und wider Erwarten
schreibt BILD heute die WAHRHEIT!
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P O L I T I K ( 10 - 115 )
(nach einem Landtagswahl-Desaster
in Bayern)
WAHLKAMPF
gleicht dem VERSUCH,
einen TOURISTEN
statt im HOTEL
im REISEPROSPEKT unterzubringen,
denn
es ist nicht zu glauben,
wie schlau und erfinderisch die POLITIKER sind,
um ENTSCHEIDUNGEN aus dem Wege zu gehen.
Deshalb ist auch auffallend:
Wo es den politischen REDNERN
an TIEFE fehlt, da gehen sie in die BREITE
und
die geistige UNTERWERFUNG
des einzelnen ABGEORDNETEN
beginnt
mit der ÜBERNAHME der FRAGESTELLUNG
seines FRAKTIONSCHEFS!
Die wenigsten POLITIKER haben begriffen, dass
es in der POLITIK
wie beim SKAT ist:
man darf auf keinen FALL überreizen und
muss doch etwas riskieren.
Die Landtagswahl 2008 in Bayern hat bewiesen:
Ein politisches SYSTEM,
das voraussehbar dem UNTERGANG geweiht ist,
tut instinktiv vieles,
was diesen UNTERGANG beschleunigt.
Zwei wesentliche Gruppierungen sind hier beteiligt: Zum einen
die zögerlichen POLITIKER,
die die ENTSCHEIDUNGEN aus reinem Populismus treffen
und die FOLGEN nicht durchdenken ...
zum anderen ...
die BEDENKENTRÄGER,
die nur reden und reden
und Nichts anpacken!
F A Z I T:
POLTIK
ist nicht das ERREICHEN
von Zielen,
sondern das VERFOLGEN
von Zielen.
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M E I N U N G (09 - 97 )
Schlechte ZEITEN
bieten kargen GESPRÄCHSSTOFF -
gute ZEITEN
werden umso mehr schlecht geredet!
Der aufmerksame Beobachter der Szene
merkt aber sehr schnell:
Die öffentliche MEINUNG
entsteht nicht von selbst,
sie wird gemacht:
Und zwar immer dann,
wenn die LEUTE
keinen anderen Tyrannen haben,
so wird es die öffentliche MEINUNG!
Dabei
sagen viele
offen ihre heimliche MEINUNG,
wenn niemand in der NÄHE ist.
Unfair ist, dass ...
manche nur fremde MEINUNGEN,
aber nicht ihre eigenen
berichtigen wollen.
Wenn wir ehrlich sind, ist
unsere MEINUNG die HAUT,
in der wir gesehen werden wollen!
Zum Schluss:
... Gut aber ist,
immer wenn man
die MEINUNG der MEHRHEIT teilt,
ist es ZEIT sich zu besinnen!
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KRITIK ( 08 - 82 )
Es kann einem
nichts Schlimmeres passieren,
als
von einem HALUNKEN gelobt zu werden.
Obwohl ... ***grins*** ...
mancher KRITIKER
sich ohne böse ABSICHT
w o h l w o l l e n d äußert!
Allerdings sei doch mal festgestellt, n u r
bloßes Kritisieren
bescheinigt
INKOMPETENZ.
Aber mal ganz ehrlich:
Man soll die ehrlichen KRITIKER
nicht für MÖRDER halten,
sie stellen nur den TOTENSCHEIN aus!
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MITTELMASS ( 07 - 74 )
VIELE
sind in die POLITIK berufen worden,
doch nur wenige
von diesen hätten wir gewählt.
Das ist schon
eine fragwürdige Ausgewogenheit:
Dem GENEHMEN die KARRIERE,
dem UNBEQUEMEN die BARRIERE!
Aber dennoch
können wir unmöglich alle MIT-LÄUFER
aus den FUNKTIONEN entfernen.
WER soll denn dann
in ZUKUNFT mitlaufen?
Das frage ich an dieser Stelle und
bemerke eine verbogene Dialektik:
Eigentlich
müssten die ja unten durchsein.
Aber nein!
Wo befinden sie sich tatsächlich?
O B E N A U F !
Was dabei herauskommt ist, dass
die MITTELMÄSSIGEN
die MITTELMÄSSIGEN am übelsten
diffamieren.
Somit bleibt es die nächste Zeit dabei, dass
die MÄRCHENERZÄHLER wechseln,
doch die Zahl der HOFFENDEN
bleibt allerorts gleich.
Und unverändert steht
auf den Fahnen der Parteien:
Alle MACHT
den mittelmäßigen MÄCHTIGEN,
alle OHNMACHT
dem ebenso
mehrheitlich mittelmäßigem Volke.
Doch
auch das geringere politische ÜBEL
- die KOALITION -
kann einen gelegentlich
zum KOTZEN bringen!
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POLITIK ( 06 - 71 )
HERRSCHEN ist UNSINN,
REGIEREN ist WEISHEIT -
man herrscht also, weil
man nicht regieren kann.
Viele Politiker in Koalition
haben vergessen,
POLITIK ist kein AMÜSEMENT,
sondern muss
eine LEIDENSCHAFT sein!
Deshalb wird mehr und mehr
die POLITIK eine B Ü H N E,
auf der die LOBBYISTEN als SOUFFLEURE
lauter sprechen als die POLITIKER,
- die eigentlichen DARSTELLER!
Dabei sollten ja eigentlich …
gute POLITIKER
immer mehr FRAGEN
als ANTWORTEN haben.
Oder noch deutlicher für die DAMEN und HERREN aus der POLITIK:
die erfolgreichsten POLITIKER
sind die, die das sagen,
was alle denken,
und die es ehrlich
und am lautesten sagen!
Ich p e r s ö n l i c h bewerte die
politische GEGENWART derzeit so:
Schreiender LOBBYISMUS in der Politik,
schleichende KORRUPTION in der Wirtschaft und
heimliches DOPING im Sport
haben stets das gleiche Resultat:
Der Ehrliche hat immer das Nachsehen!
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TAG der ARBEIT ( 05 - 64 )
Der EINTRITT in die POLITIK ist
der ABSCHIED vom LEBEN.
Eine ERFAHRUNG, die ich viel zu spät
gemacht hatte, weil trotz
möglichen Studiums
die POLITIK
k e i n e exakte WISSENSCHAFT ist.
Im Glücksfall
ist POLITIK die KUNST des MÖGLICHEN" ...
"im RINGEN um das MACHBARE.
ABER
eine POLITIK,
die auf dem PRINZIP
Auge um Auge, Zahn um Zahn basiert,
führt letztlich nur zu einer GESELLSCHAFT
ohne AUGEN und ZÄHNE.
Deshalb
müssen wir die
e h r l i c h e n POLITIKER unterstützen.
Unser PECH:
Die ergreifen heutzutage meist nur
unpopuläre MASSNAHMEN.
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FARBEBEKENNEN ( 04 - 55 )
Nicht jeder, der 'oben' ist,
muss auf der HÖHE sein,
meinte Ernst-Günther besser wissend und selbst
stellt er sich in den SCHATTEN,
damit er nie FARBE zu bekennen braucht.
Also:
Wo
geistige ANSPRUCHSLOSIGKEIT
das GEBOT der STUNDE ist, dort
kann geistige UNBESCHEIDENHEIT
allenfalls das GEBET der STUNDE sein.
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POLITIKER ( 03 - 48 )
Es genügt nicht allein,
u n f ä h i g zu sein;
man muss dann auch wirklich
in die POLITIK gehen ...
Und siehe da,
unsere POLITIKER sind wirklich
unbestechlich.
Sie nehmen nicht mal
in kritischen Situationen
VERNUNFT an.
Deshalb
mehr Geld für SCHAUSPIELER!
Sonst gehen sie auch noch
in die POLITIK.
Und d a s wäre doch schade -
ODER?
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