16.01.12 ## Eine wahre BEGEBENHEIT ## "Ziemlich beste FREUNDE" _ Film #

[Text- und QUELLE :
http://www.kino.de/kinofilm/ziemlich-beste-freunde/138335%5D

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FILM _ Ziemlich beste Freunde

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Der arbeitslose und frisch aus dem Knast entlassene Driss bewirbt sich pro forma als Pfleger beim querschnittsgelähmten reichen Erbe Philippe, um den Stempel für die Arbeitslosenunterstützung zu bekommen. Gegen jede Vernunft engagiert ihn der reiche Aristokrat, weil er spürt, dass dieser farbige Junge aus der Banlieue ihm nicht mit Mitleid begegnet. Statt mit dem Behindertenauto düsen die beiden bald mit dem Maserati durch Paris, rauchen Joints, laden schon mal zu einer Orgie ein. Beide respektieren sich, und Philippe gewinnt neue Kraft für das, was ihm vom Leben bleibt.

Furioser französischer Erfolgshit über die bewegende Freundschaft zwischen zwei total gegensätzlichen Männern und den Mut zum Leben.

Das hat es seit den Sch’tis nicht mehr gegeben: Fünf Mio. Zuschauer stürmten innerhalb von zwölf Tagen in Frankreich die Kinos, um diese herzergreifende Tragikomödie zu sehen, um zu lachen, zu weinen und das ganz große Kinogefühl zu spüren. Diese zwei Männer würden sich normalerweise nie begegnen, der eine ist weiß und reich, der andere schwarz und arm, der eine residiert im vornehmen Pariser Stadtpalais, der andere kommt aus der heruntergekommenen Banlieue, der eine hat viel verloren, der andere hat nichts zu verlieren. Und dennoch werden sie „ziemlich beste“ Freunde.

Der arbeitslose Driss will nur einen Stempel für die Arbeitslosenunterstützung und bewirbt sich deshalb pro forma als Pfleger beim adeligen Philippe, der seit seinem Absturz beim Gleitschirmfliegen vom Hals ab gelähmt ist. Ausgerechnet das unverschämte Großmaul mag der Grandseigneur und bietet ihm den Rund-um-die-Uhr-Job an. Nicht gerade begeistert aber mangels Bleibe nimmt der gerade aus dem Knast Entlassene das Angebot nach einer Bedenkzeit an. Statt mit dem Behindertenauto düsen die beiden bald mit dem Maserati durch Paris, rauchen Joints und laden schon mal zwei Prostituierte nicht nur zur Ohrläppchenmassage ein. Dass der Rollstuhl hochgetunt wird, versteht sich von selbst.

Was sich wie ein unerträglich kitschiges Behindertenmärchen anhört, ist bei Olivier Nakache und Eric Toledano eine Reflexion darüber, was es heißt, nicht mehr die Kontrolle über den Körper zu haben und von der Hilfe Anderer abhängig zu sein, Anteilnahme fühlen und sich gegen Mitleid wehren zu müssen. Inspiriert vom Schicksal des Philippe Pozzo di Borgo, Ex-Chef der Champagnerfirma Pommery, und Abdel Sellou, einem jungen Mann aus der Vorstadt, erzählt das Regieduo mit viel (Galgen)Humor, aber auch mit Ernsthaftigkeit und ohne Larmoyanz, Pathos oder einen falschen Ton vom Zusammenprall der Klassen und von der immensen Kraft, das Leben zu nehmen, so wie es ist. Der feine François Cluzet und der forsche Omar Sy ergänzen sich, spielen souverän auf der Klaviatur der Emotionen. „Ziemlich beste Freunde“ kann man auch als eine soziale Metapher verstehen, auf der einen Seite das alte in seinen Privilegien paralysierte Frankreich, auf der anderen ein neues Frankreich, dessen Vitalität und Zukunft auf jungen Bürgern mit Migrationshintergrund beruht. Die Weinsteins planen schon ein mögliches Remake des bereits in über 40 Länder verkauften Films.
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mk.

FILM _ Ziemlich beste Freunde 1

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Dieser FILM sucht seinesgleichen … !

Ein ernster Hintergrund, nämlich ein querschnittsgelähmter Mann und
ein Arbeitsloser, aber humorvoller junger Farbiger
begegnen sich und irgendwann versteht einer des anderen seine Lage …
Diese Phase löst FREUDE und LACHEN aus und verdeutlicht,
dass selbst in fast aussichtslosen SITUATIONEN
das innere JA zum LEBEN mit HUMOR gepaart
unwiderruflich Menschen „zusammenschweißen“ kann …

„Der beste FILM des JAHRES“ schrieb eine Frau als Kommentar auf die Homepage zum Film … !! Wir haben dem nichts hinzuzufügen !!

01.11.11 # LACHEN trotz ernstem HINTERGRUND #

HOTEL LUX“ – Film

Film _ Hotel Lux Plakat 30.10.11Er will nach Hollywood.
Er kommt nur bis Moskau. Er wird Stalins Sterndeuter.
Das war ein Hitler-Gag zu viel:
Der Komiker und Parodist Hans Zeisig (Michael Bully Herbig) muss 1938 mit falschen Papieren aus Nazi-Berlin fliehen. Eigentlich träumt er von Hollywood, doch dann landet er in Moskau und gerät in das berüchtigte Exilantenhotel LUX. Es ist der Zufluchtsort kommunistischer Funktionäre aus aller Welt und insbesondere aus Deutschland. Der sowjetische Geheimdienst verwechselt Zeisig mit dem abtrünnigen Leibastrologen Adolf Hitlers. So gerät der unpolitische Entertainer zwischen die Fronten blutiger Intrigen in Stalins Machtapparat. Zu seiner Überraschung trifft Zeisig im LUX auch seinen früheren Bühnenpartner Siggi Meyer (Jürgen Vogel) und die niederländische Untergrundkämpferin Frida (Thekla Reuten) wieder, die beide fest an das Gute im Kommunismus glauben. Für die drei Freunde beginnt ein Abenteuer auf Leben und Tod.

Film _ Hotel Lux Szene 30.10.11

[ TEXT- und BILDquelle: http://www.constantin-film.de/kino/hotel-lux/ ]
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Meine Meinung :
Eine sehenswerte, weil gelungene PERSIFLAGE mit zutiefst ernstem Hintergrund …

18.09.11 # Das ENDE ist mein ANFANG #

Das Ende ist mein Anfang
Es ist leicht, zu sterben

Minimalistischer Kraftakt:
„Das Ende ist mein Anfang“ erzählt die Lebens- und Sterbensgeschichte
des Journalisten Tiziano Terzani.
Ein Reporter, der den Kommunismus nicht einfach nur beschreiben,
sondern erleben wollte.

Das ENDE ist mein ANFANG - FilmPioniere sind selten, Menschen, bei denen die Neugier jede Angst besiegt.
Tiziano Terzani muss so einer gewesen sein, er war Kommunist,
wie viele in den Sechzigern, aber er wollte den Kommunismus
nicht einfach nur beschreiben, sondern erleben – so wurde er Reporter,
lebte viele Jahre in Asien, als Korrespondent für den Spiegel.
Vielleicht kann so ein Mann nicht einfach sterben,
vielleicht muss er selbst daraus etwas lernen, darin etwas entdecken.
Davon handelt das Buch Das Ende ist mein Anfang,
das Folco Terzani aus den letzten Gesprächen mit seinem Vater Tiziano
gemacht hat.
Der Regisseur Jo Baier und der Drehbuchautor Ulrich Limmer
haben es nun fürs Kino adaptiert.
Der Tod, heißt es darin, ist mein letztes großes Abenteuer.
Terzanis Leben ist ein Epos – und Baier, Limmer und
ihr Hauptdarsteller Bruno Ganz haben versucht,
von seinem Tod so zu erzählen, dass man das erahnen kann.
Ein kleiner Film, der Terzanis Haus in den Bergen des Apennin
fast nie verlässt, höchstens einmal in den traumverlorenen Landschaften
drumherum schwelgt.
Terzani beantwortet seinem Sohn (Elio Germano) die letzten Fragen,
dieselben, die man auch als Zuschauer hat. Die beiden versuchen,
sich einander zu nähern, einander zu vergeben;
dass es nicht immer leicht war mit diesem übermächtigen Vater,
erzählt ‚Das Ende ist mein Anfang‘ eher am Rande.

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Ein reiner Schauspielerfilm.
Elio Germano ist Ganz dabei durchaus gewachsen,
er ist eine große junge Hoffnung des italienischen Kinos.
Im Frühjahr hat er bei den Filmfestspielen in Cannes
für La nostra Vita den Darstellerpreis bekommen –
das war noch nicht absehbar, als Das Ende ist mein Anfang gedreht wurde.

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Einen Virtuosen wie Ganz hat sicher der Kraftakt des Minimalismus gereizt,
um den es hier geht.
Sein Terzani steckt noch voller Energie,
für die es kein Ventil mehr gibt außer Worten,
ein wacher, rastloser Geist,
gefangen in einem immer schwächer werdenden Körper.
Es ist leicht zu sterben, steht bei Saint-Exupéry,
wenn es in der Ordnung der Dinge liegt.

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DAS ENDE IST MEIN ANFANG – Film ( D/I 2010 ) –
Regie: Jo Baier. Drehbuch: Ulrich Limmer, Folco Terzani.
Kamera: Judith Kaufmann.
Mit: Bruno Ganz, Elio Germano, Erika Pluhar.

[ TEXT-/BILDQUELLE:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/im-kino-das-ende-ist-mein-anfang-es-ist-leicht-zu-sterben-1.1009197 ]

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Wir erlebten ein FILMWERK o h n e ACTION,
aber mit e i n f ü h l s a m e n VERSTAND …

24.07.11 ## "Das BLAUE vom HIMMEL " ##

“ Das Blaue vom Himmel „
Drama – Deutschland 2011

Das Blaue vom Himmel _ Film
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Die Beziehung zwischen Sofia und ihrer Mutter Marga war und ist nicht besonders gut. Als die unter Amnesie leidende Marga hochgradig verwirrt und aggressiv in die Psychiatrie eingeliefert wird, versucht Sofia ihrer Mutter zu helfen, indem sie sie auf eine Reise nach Riga begleitet. Dort hatte Marga ihre Jugend verbracht und Juris geheiratet, der ihr untreu war. Es ist 1991, und eine russische Invasion droht dem kleinen baltischen Land.

Das Blaue vom Himmel _ Film
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Mit der deutschen weiblichen Schauspiel-Elite hat Hans Steinbichler sein 60 Jahre umspannendes deutsch-baltisches Familiendrama ausgeschmückt.

Nach den Kritikererfolgen „Hierankl“ und „Winterreise“ verlässt Steinbichler den regionalen Alpenraum, bleibt aber seinen Themen Heimat, Familiengeheimnisse und den Lügen der Vergangenheit treu. Er konzentriert sich mehr denn je auf starke Frauenrollen, in der die prominenten Schauspielerinnen gefordert sind. Es ist ein deutsch-lettisches Frauenschicksal, das Parallelen zu Christian Schwochows „Novemberkind“ aufweist und zu Filmen vom Experten für verlorene Heimat, Volker Koepp. Dessen Sprecherin Fritzi Haberlandt absolviert hier auch einen Kurzauftritt.

Auf zwei Zeitebenen spielt die emotionale Familiengeschichte, erzählt einmal von der TV-Redakteurin Sofia (Juliane Köhler mit nur einem Gesichtsausdruck), deren lieblose Mutter Marga („Die Unberührbare“ Hannelore Elsner) hochgradig verwirrt und aggressiv in die Psychiatrie eingeliefert wird. Die Suche nach den Ursachen ihrer Amnesie führt Mutter und Tochter nach Riga, dem Vorkriegsfamiliensitz, den sie im politisch unruhigen Nachwendejahr 1991 aufsuchen, als abermals eine russische Invasion droht.

Zum anderen illustriert Steinbichler die 1930er vorwiegend im lettischen Strand-Herrenhaus, wo die junge Marga (fabelhaft: Karoline Herfurth) den untreuen Juris ehelicht, der ein Eifersuchtsdrama heraufbeschwört. Das führt zu einem kalten Racheplan, als die deutschstämmige Bevölkerung heim ins Reich gerufen wird. Das Erinnern, das Marga Zeit ihres Lebens unterdrückte, bestimmt die zwischen den Zeiten pendelnde Dramaturgie.

Hannelore Elsner darf sich als „Verrückte“ schauspielerisch austoben, was sich durchaus dem anspruchsvollen, sperrigen Stil ihrer Zeitebene anpasst. Anders ist der Stil in der älteren Zeitebene. In der 30er-Jahre-Idylle gibt es elegische Kamerafahrten durch Buchenhaine und bildet Karoline Herfurth ein großartiges emotionales Zentrum. Sie trägt das Historien-Melodram mit großer Intensität, die nicht auf den gesamten Film übergreift. Mitunter stören TV-Ästhetik und aufdringliche Musik die leisen Zwischentöne und das verträumte Klavierthema. Bedächtig, aber nachdrücklich dringt Steinbichler wieder einmal in ein Gefühls-Chaos von tragischen Dimensionen vor, was den Figuren eine Aussöhnung mit der Vergangenheit und einen Neuanfang ermöglicht.

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Bild- u. Text – QUELLE hier

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Ein KINOBESUCH, der sich wieder einmal gelohnt und der das Wochenende bereichert hat !

24.05.11 # Ein FILM als PARALLELE zu meiner TAGEBUCHNOTIZ : "Wer BUCHSTABEN sortieren kann, findet die richtigen WORTE für sinnvolle SÄTZE" [ Erfurt, 14.05.08 – © PachT ] #

[TEXT- und BILD-QUELLE:
http://www.film-zeit.de/Film/21794/DAS-LABYRINTH-DER-W%C3%B6RTER/Kritik/%5D
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Das Labyrinth der Wörter _ FilmDAS LABYRINTH DER WÖRTER

Es ist die Geschichte über eine dieser Begegnungen, die das ganze Leben verändern können: das Zusammentreffen in einem Park zwischen Germain, um die 50, praktisch Analphabet, und Margueritte, einer kleinen alten Dame und leidenschaftlichen Leserin. Vierzig Jahre und hundert Kilo trennen sie. Eines Tages setzt sich Germain zufällig neben sie. Margueritte liest ihm Passagen aus Romanen vor und eröffnet ihm die Welt und die Magie der Bücher, von denen sich Germain immer ausgeschlossen fühlte.

Das Labyrinth der Wörter _ Film2
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Wenn man von etwas überzeugt ist, sollte man es auch weitersagen :

Irgendwie finde ich inhaltlich
meine Tagebuchnotiz vom Mai 2008

Der gute BUCHSTABENSORTIERER

mit diesem französischen FILM

Das Labyrinth der WÖRTER

bestätigt …

24.05.11 # Ein FILM als PARALLELE zu meiner TAGEBUCHNOTIZ : "Wer BUCHSTABEN sortieren kann, findet die richtigen WORTE für sinnvolle SÄTZE" [ Erfurt, 14.05.08 – © PachT ] #

[TEXT- und BILD-QUELLE:
http://www.film-zeit.de/Film/21794/DAS-LABYRINTH-DER-W%C3%B6RTER/Kritik/%5D

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Das Labyrinth der Wörter _ Film

Inhalt ?DAS LABYRINTH DER WÖRTER

Es ist die Geschichte über eine dieser Begegnungen, die das ganze Leben verändern können: das Zusammentreffen in einem Park zwischen Germain, um die 50, praktisch Analphabet, und Margueritte, einer kleinen alten Dame und leidenschaftlichen Leserin. Vierzig Jahre und hundert Kilo trennen sie. Eines Tages setzt sich Germain zufällig neben sie. Margueritte liest ihm Passagen aus Romanen vor und eröffnet ihm die Welt und die Magie der Bücher, von denen sich Germain immer ausgeschlossen fühlte.

01.03.11 ## Ein anspruchsvoller FILM – "Die Rede des Königs" [The King’s Speech] ##

[ QUELLE: http://www.kinokult.de/filme.php?id=998 ]

Film King-speech TDer Film setzt dem Vater von Queen Elizabeth II ein unvergessliches filmisches Denkmal mit einem rauschenden Kostümfilm, in dessen Mittelpunkt die unwahrscheinliche Freundschaft des Königs zu einem verhinderten Shakespeare-Schauspieler aus Australien steht.
Der Film ist pointiert und gewitzt geschrieben – und einfach unwiderstehlich, nicht zuletzt dank seiner beiden Hauptdarsteller Colin Firth und Geoffrey Rush, die jede Szene zum puren Filmgenuss machen.
Als zweiter Sohn des Königs George VI. erwartet Prinz Albert (Colin Firth) nicht, dass er jemals den Thron besteigen wird. Sein unkontrollierbares Stottern stand Bertie, wie er genannt wird, bisher bei öffentlichen Auftritten im Weg und kein Mediziner oder Therapeut konnte ihm helfen. Doch als Alberts Bruder völlig überraschend auf die Herrschaft über das Königreich verzichtet, muss Albert seinen Sprachfehler behandeln lassen. Seine Frau wendet sich an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush), der mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf stößt. Bald aber zeigen sich erste Erfolge.

Film Kings-speech
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Dieser FILM ließ meinen GEDANKEN v. 13.05.2008 erneut aufleben:

Lernen, etwas zu wollen …

Ich wäre gerne METEOROLOGE geworden,
aber mein naturwissenschaftliches WISSEN
war nicht ausreichend geschärft;
späterhin wollte ich gerne REGISSEUR werden;
aber mein angeborenes TALENT
hat nicht gereicht …

DENNOCH: Ich bin etwas geworden ! –

Weil ich dann sehr schnell gelernt hatte,
etwas werden zu müssen und damit zu wollen !

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Erfurt – Aus meinem Tagebuch – © PachT

Ein GLÜCK, dass es
außer ACTIONFILMEN
auch noch
nachdenkenswerte FILMSTREIFEN
gibt !

06.02.11 ## Verfilmte LITERATUR im KINO und nicht vorm FERNSEHER erlebt ##

Small World
Gérard Depardieu und „Untergang“-Star Alexandra Maria Lara in einer bewegenden Bestsellerverfilmung auf den Spuren von Claude Chabrol
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Small World_Film
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Er ist alt, verwirrt und ein Fremdkörper in seiner wohlhabenden Familie: Der eigensinnige Kauz Konrad Lang (Gérard Depardieu) leidet an Alzheimer, und die Krankheit schreitet rapide voran. Gleich zu Beginn des Films setzt er versehentlich ein Landhaus in Brand. Kurz darauf platzt er in die glamouröse Hochzeitsfeier seines Enkels mit der schönen Simone (Alexandra Maria Lara). Die junge Braut, die sich in der versnobten Sippe als Außenseiterin empfindet, fühlt sich instinktiv zu Konrad hingezogen. Doch dessen Aussetzer werden immer schlimmer, bald scheint er gänzlich die Kontrolle über sein Handeln zu verlieren.

Small World_Film 2

Small World
basiert auf dem Romandebüt des Schweizers Martin Suter, der die Vorlage der Daniel-Brühl-Komödie „Lila, Lila“ und das Drehbuch zu Christoph Schaubs „Giulias Verschwinden“ schrieb.
Unter Regie von Bruno Chiche („Hell“) entwickelt sich ein abgründiges Familiendrama, das überraschende Verflechtungen birgt. „Mammuth“ Gérard Depardieu bietet in der Rolle des Konrad einen schauspielerischen Kraftakt, der die Leiden und die Entwürdigungen der Altersdemenz schmerzhaft spürbar macht.
Dekadenz und Dünkel der Superreichen werden im Stil der Filme eines Claude Chabrol bissig demontiert, bis selbst deren Welt am Ende ganz klein und schäbig ist.

Small World_Film 3

[Quellen:
http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/small-world,4343383,ApplicationMovie.html
und
http://www.smallworld-film.de/%5D

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Ein FILM,
der mit seinem lebensnahen INHALT unter die Haut geht …
mit hervorragender BESETZUNG …
mit meisterhaft gespielten Rollen …

Ein FILM,
der es wert ist, gesehen zu werden !

24.01.11 ## Ein FILM, der das wahre LEBEN hinter den KULISSEN und hinterm VORHANG zeigt ##

[QUELLE : http://www.kino-zeit.de/filme/black-swan ]

Black Swan _ Film 1Mörderische Hingabe hinter den Kulissen

Ihre Zeit ist gerade erst gekommen. Nina (Natalie Portman) spielt die Hauptrolle in Tschaikowskis „Schwanensee“, mit dem das New Yorker Ballett seine Saison eröffnen wird. Für die Tänzerin kann es der große Durchbruch werden, doch die Proben geraten zur Qual. Der exzentrische Regisseur Thomas (Vincent Cassel) beginnt an ihr zu zweifeln, weil Nina ihm nicht verführerisch genug für die Rolle des schwarzen Schwans erscheint. Damit wächst der Konkurrenzdruck, vor allem durch die neue Tänzerin Lily (Mila Kunis). Die Hoffnung auf die ganz große Karriere wird für Nina schleichend zum Alptraum.

Das ist die Ausgangshandlung von Darren Aronofskys neustem Film Black Swan. Doch was zunächst wie ein Ausflug in die Welt des Balletts wirkt, entwickelt sich rasant zu einem paranoiden Thriller, der gerade in seinen stärksten Momenten an ein Meisterwerk wie Frantic von Roman Polanski erinnert. Dabei fasziniert vor allem der Tonwechsel, den der Regisseur mit seinem fünftem Spielfilm vollführt. Nach seinem geradlinig erzähltem letzten Film The Wrestler, der sich vor allem dadurch auszeichnete, dass Aronofsky jegliche stilistischen Spielereien zugunsten der Erzählung aufgab, kehrt der Regisseur nun wieder zu wesentlich komplexeren Erzählmustern zurück.

Black Swan _ Film 2

Bereits die erste Szene in Black Swan macht deutlich, dass es sich bei diesem Film um einen Alptraum handeln wird. Darin tanzt Nina mit dem bösen Zauberer aus dem Schwanensee. Dann wacht sie auf und fährt zu ihren Proben. Das ständige Wechseln zwischen Traum und Wirklichkeit, Einbildung und Realität gibt Black Swan seinen Rhythmus vor. Aronofsky hat seinen Film, in dem es nie richtig hell wird, fast ausschließlich in Innenräumen inszeniert. Es sind kalte, leere Flure und Probenräume, unpersönliche und lieblose Empfangssäle, durch die sich die Figuren bewegen. Schnelle Schnitte, Nahaufnahmen und gelegentlich reißende Kameraschwenks prägen den visuellen Stil von Black Swan. Dabei verliert sich der Regisseur manchmal zu sehr in vorhersehbaren Versuchen, einen Schockmoment herbeizuführen. Außerdem vermag er es nicht immer sich vollkommen von Vorbildern wie Lynch, Cronenberg oder Polanski zu trennen.

Aber wie bei The Wrestler hat Black Swan einen Vorteil, der über so manche inszenatorische Entgleisung hinwegsehen lässt – und zwar die Besetzung. Natalie Portman ist eine Performance von nahezu unbeschreiblicher Wucht gelungen. Sie ist in fast jeder Szene des Films zu sehen. Sie ist der Film. Eine Figur wie Nina zu spielen, das hätte durchaus schnell lächerlich werden können. Nina ist weinerlich, hat fast ständig Tränen in den Augen. Sie lebt noch bei ihrer Mutter (ziemlich toll: Barbara Hershey), hat keine Freunde und kein Leben außerhalb des Balletts. Es gibt nichts sympathisches oder liebenswertes an diesem fast bis zur Magersucht heruntergehungertem Mädchen. Dennoch vermag es Portman dieses Porträt einer vom Ehrgeiz zerfressenen Tänzerin plausibel und interessant genug zu machen, dass der Zuschauer ihr bis zum furiosen Finale folgt.

Black Swan _ Film 3

Dabei ist – hier zeigt sich erneut eine Parallele zu The Wrestler – interessant, wie genau und manchmal auch grausam Aronosfky die Körper hier zeigt. Die Anstrengung während der Proben, die blutigen Fußnägel, das nervöse Kratzen – all das vermittelt zum einen die Aufopferung der Tänzer, zum anderen aber auch, wie unwürdig und schlicht und einfach quälend Ballett doch sein kann. Natalie Portman bewirbt sich jedenfalls mit dieser one-woman-show ganz laut um einen Oscar für die beste Hauptdarstellerin.

Am Ende ist Black Swan ein erstaunlich involvierender Film geworden, der seine Doppelbödigkeit selbst inszenatorisch ständig untermauert. Ein Film voller Spiegel und Trugbilder, die allerdings niemals Selbstzweck sind. Aronofsky findet in seinem neusten Film eine großartige Balance zwischen Erzählung und visueller Ausgestaltung, die in Kombination mit der mächtigen und opulenten Musik von Tschaikowski eine enorm eindrucksvolle Geschichte von Selbstzerstörung und absoluter Hingabe auf die Leinwand bannt.

(Patrick Wellinski)

03.10.10 + Warum haben hervorragende FILME eine nur geringe BESUCHERZAHL + Warum haben anspruchsvolle FILME weniger ZUSPRUCH als GEWALT- und KLAMAUKSTREIFEN ? WaRuM ? +

(Text-u. Bildquelle:
http://www.filmportal.de/df/3f/Uebersicht,,,,,,,,502677352B9749FD881F67A1DD3C491F,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html)
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Jud Süß – Film ohne Gewissen
Verführter Verführer
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Geschichtsdrama:
Oskar Roehlers neuer Film inszeniert das Schicksal von Ferdinand Marian, dem Hauptdarsteller des bis heute verbotenen Nazi-Propagandafilms „Jud Süß“.
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Jud Süß - Film ohne Gewissen
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Deutschland / Österreich 2010
Regie: Regie Oskar Roehler
Buch: Oskar Roehler, Klaus Richter, Franz Novotny
mit Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Armin Rohde, Justus von Dohnányi u. a.
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Ferdinand Marian war der Schauspieler, der 1940 die Titelrolle in Veit Harlans NS-Propagandafilm „Jud Süss“ übernahm, in der er brillierte und an der er zerbrach.

Schon während der Dreharbeiten spitzt sich die Situation in Marians Umfeld zu. Seine Frau beginnt sich von ihm abzuwenden, weil sie nicht erträgt, wie ihr Mann sich verändert. Der nationale und internationale Erfolg von „Jud Süss“, der bei der Premiere während des unter Mussolini ins Leben gerufenen internationalen Filmfestivals von Venedig das Publikum begeistert, ist da nur ein kurzes, rauschhaftes Intermezzo. Zunehmend durchschaut der neue NS-Superstar die gesellschaftliche Wirkung seines Films und den verbrecherischen Charakter des Regimes. Nicht nur, weil viele seiner Freunde emigrieren mussten, sondern auch, weil die Marians den jüdischen Schauspieler Adolf Wilhelm Deutscher in ihrem Gartenhaus verstecken, bis ein Dienstmädchen Deutscher an ihren SS-Freund verrät.

Marians Alkoholexzesse und Seitensprünge sind verzweifelte Ablenkungsversuche – doch sie erregen auch das Missfallen des Propagandaministers. Um ihn unter Kontrolle zu bringen, lässt Goebbels Marians Frau Anna deportieren. Allerdings beschleunigt das nur den Niedergang des Schauspielers, für den auch seine tschechische Geliebte Vlasta keinen Halt mehr bedeutet. Vom größten Erfolgsfilm seines Lebens will er nichts mehr wissen.

Nach Kriegsende erlebt Marian, wie sich viele der anderen am Film beteiligten Künstler reinwaschen, allen voran der Regisseur und Nazipropagandist Veit Harlan. Bei einem Sommerfest in München begegnet er dem KZ-Überlebenden Deutscher wieder, der ihm von Annas Tod berichtet. Als er auch noch mit ansehen muss, wie Vlasta mit einem US-Soldaten intim wird, bricht er zusammen. Er setzt sich ins Auto für eine Fahrt ohne Wiederkehr.
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Endlich wieder ein deutscher FILM, der überzeugend,einprägsam und zugleich spannend bis zur letzten Minute deutsche GESCHICHTE veranschaulicht …

Der FILMBESUCH war allerdings alles andere als gut –
er fordert ja auch zum NACHDENKEN heraus –
und wer will das schon in seiner Freizeit ? (Die FRAGE bewegte uns auch !)

OBWOHL,
es wäre sehr begrüßenswert:
Diesen FILM sollten sich Lehrern anschauen und ihren SCHÜLERN empfehlen
oder
gleich einen gemeinsamen FILMBESUCH mit anschließenden DISKUSSION organisieren !

Wir jedenfalls hatten einen interessanten, lehrreichen und somit auch erlebnisreichen Samstagabend