Momentaufnahme der Elemente (15) – Bedrohung – Der träge umherliegende „SCHNEE von gestern“ ist heute der sich unter der Glut der SONNE erwärmenden ERDE und LUFT ausgesetzt und wird zum gefährlich fließenden WASSER von morgen …
In den riesigen ERDhöhlen, in denen ich mich wage fortzubewegen, bieten durch die herabstürzende WASSERkraft einer FEUERsbrunst fürwahr keinen Raum. Die verursachte LUFTbewegung platziert feuchte Perlen auf meiner Kleidung und im Gesicht.
Plötzlich und unerwartet stürzt von oben herab verfestigtes WASSER – Hagelkörner … Unzählige Blitze gleichzeitig lassen den Himmel, – wie im FEUER stehend -, gespenstisch erscheinen, und zugleich lässt die jäh abgekühlte LUFT, – sich grollend und donnernd gebärdend -, die ERDE für Momente erzittern …
Förmlich über den ERDENBALL auf den Meereswellen schwebend, erlebe ich, wie die Sonne als rote FEUERKUGEL am Ende der riesigen WASSERFLÄCHE bei ruhiger LUFTBEWEGUNG,
– ohne erhitztes Zischen oder erkaltendes Krachen -,
Das FEUER der Sonne strahlt auf die Meeresoberfläche und lässt das WASSER, – scheinbar -, wie ein nächtliches Moor mit tausend Irrlichtern bei leicht bewegter LUFT flackern …
Vom Kohlenstaub gezeichnete Betonbunker und in die Höhe ragende stählerne Gerippe lassen mich hier und heute erahnen wie Menschen der ERDE abgerungenes Eisenerz und Zuschlagstoffe mit ihrem technischen Wissen mittels FEUER, LUFT und WASSER zu Roheisen werden ließen …
Ich vernehme die weithin hörbaren Geräusche der anrollenden Waggons und ihre Entladung in die Bunker; ich vernehme das unvermeidbare Rollgeräusch der Schrägaufzüge und das Knallen beim Schließen der Einfüllöffnungen; ich vernehme einem Brodeln ähnliche Geräuschkulisse, die mir die Kraft der chemischen Prozesse vermittelt, die durch den geordneten Einsatz von FEUER, Gas – LUFT – Gemisch und WASSER am Ende des Prozesses aus der Abstichöffnung den Roheisenausfluss bewirken …
Momentaufnahme der Elemente (7) – Elementares Glücksmoment
Ein leichtes Zittern der LUFT nehme ich wahr, als am Horizont, – dem scheinbaren Ende unserer ERDE -, das FEUER der Sonne und das WASSER des Meeres sich berühren.
Die vier ELEMENTE Erde, Wasser, Luft und Feuer vermitteln uns elementares WISSEN, wenn wir es denn wissen wollen!
Die ERDE lehrt uns, immer wieder aufs NEUE in die WEITEN und TIEFEN ihres RAUMES einzudringen, um unsere menschliche EXISTENZ deren naturbedingten GEGEBENHEITEN anzupassen …
Das WASSER lehrt uns, im LEBEN richtungsorientiert ohne UNTERLASS erkennbare UNEBENHEITEN auszugleichen, auftretende HINDERNISSE zu überwinden und irritierende WINDUNGEN zu begradigen …
Die LUFT lehrt uns: Im LEBEN bedarf es ständiger BEWEGUNG, denn STILLSTAND verursacht unausweichlich sowohl geistigen RÜCKSTAND als auch materiellen SCHADEN …
Das FEUER lehrt uns, im LEBEN gleichwertig mit UMSICHT und VORSICHT alle vier ELEMENTE im Sinne deren wohltätigen WIRKUNGEN beherrschen zu müssen …
Das FEUER im tiefen Kern der ERDE lodernd, umschlossen aus Flächen von Land und WASSER, die umhüllt sind von einem Mantel aus LUFT –
welch friedvolles BILD der ELEMENTE male ich da auf meine G E D A N K E N W A N D …
Wehe aber, wenn ungeahnte Kräfte die ERDE erbeben lassen, das FEUER aus dem Inneren ausbricht, das WASSER haushoch aufpeitscht und die LUFT in heißen Nebel verwandelt …