Nach Rückkehr von unserer über zweiwöchigen KREUZSCHIFFFAHRT rund um Grossbritanien machten wir gestern Abend einen ALTSTADTSPAZIERGANG und ließen uns vor dem DROGERIE BISTRO am Wenigemarkt nieder, um mit einem guten Glas Weisswein auf die erlebnisreiche und erinnerungswürdige Zeit anzustossen. * Wenige Schritt von unserem Tisch entfernt, bemerkte ich einen kreativ tätigen Maler. Ich schaute ihm über die Schulter, gab ihm das nachstehende Zitat von mir zur Kenntnis, erbat mir die Erlaubnis zur Veröffentlichung seines Bildes und ob meiner diesbezüglich guten Absicht übergab ich ihm auch meine Visitenkarte …
Hier sind fürwahr AUGENMASS und PRÄZISION erkennbar. * Nunmehr stellte ich fest, dass ich dem in Thüringen lebenden Kunstmaler VALERIY SOLOVEY begegnet bin.
Karriere ( 41 - 387 )
Der MENSCH
ist eine permanente FEHLBESETZUNG.
Denn immer
können es die anderen besser.
Doch
wer sich endlich mühsam
nach ganz oben gelogen hat,
wird sich doch nicht mit AUFRICHTIGKEIT
zurück ins ELEND stürzen wollen!
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Eine Zustandsanalyse ( 40 - 382 )
Die GEGENWART
ist die einzige ZEIT,
die uns wirklich gehört.
Ist es denn heute
nun schade um diese Zeit?
Nur weil allerorten
die BROTKÖRBE höher hängen,
darf man nicht davon ausgehen,
dass es nun aufwärts geht!
Also eine fragwürdige Zeit, in der
das NACHSEHEN derjenige haben wird,
welcher zu lange NACHSICHT übt!
Einen Trost gibt es
aber scheinbar doch:
Dem ungekrönten HAUPTE
kann kein STEIN aus der KRONE fallen,
nach dem sich ein Mächtiger
um seines Machterhalts willen
doch eilends bücken würde!
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M e s s b a r k e i t vor und im Amt ( 39 - 381 )
KANDIDATEN
werden uns zu gern k a n d i e r t
vorgesetzt.
Deshalb bleibt fast unbemerkt:
Die UNFEHLBAREN
sind kluge LEUTE:
Sie besetzen bewusst k e i n e
messbaren FUNKTIONEN und ÄMTER.
Diese wiederum aber
würden nicht einmal bemerken,
wenn ihre ZIELE sie verfolgten!
Also bei dieser gesellschaftlichen Gruppe
erfüllt sich kaum die Feststellung:
WER zu lange den HUT auf hat,
kann leicht eine auf die MÜTZE kriegen!
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F r i e d e n ( 38 - 380 )
FRIEDEN kannst du nur haben,
wenn du ihn gibst.
ALSO
einer muss den FRIEDEN beginnen,
wie einer den KRIEG beginnt!
Allerdings gewinnt man
mehr und mehr den Eindruck,
KRIEGE gibt es überall dort,
wo für FRIEDEN gekämpft wird
und
der KRIEG
spielt sich immer so ab,
als wäre die MENSCHHEIT
auf den Begriff der GERECHTIKEIT
noch überhaupt nie gekommen!
Kaum jemandem fällt auf, dass
der FRIEDE
ebenso viele SIEGE
aufzuweisen hat wie
der KRIEG,
aber weit weniger DENKMÄLER.
Das verdeutlicht ein Mal mehr, dass
der ewige FRIEDE ein TRAUM ist;
nicht einmal ein schöner.
Deshalb ist notwendig,
wenn die MÄCHTIGEN der WELT
den FRIEDEN nicht wollen,
dürfen wir, - die OHNMÄCHTIGEN -,
nicht nach WAFFEN rufen!
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Macht ( 37 - 363 )
Es ist festzustellen, dass die,
welche uns demokratisch mit MACHT regieren,
eigentlich gar kein VOLK brauchen.
Deshalb wohl ist
das Prinzip politischer Macht so einfach:
Es geht nicht um SACHVERSTAND.
Der die MACHT ANSTREBENDE
muss sich nur stets
zur rechten ZEIT
am rechten ORT
in die erste REIHE drängeln!
Die Brutstätte der Macht ist immer
eine PARTEI,
die KAMPFGEMEINSCHAFT von INTIMFEINDEN,
in der dann ganz demokratisch
die ANORDNUNGEN einiger KORRUPTER
durch
die BESCHLÜSSE vieler INKOMPETENTER
ersetzt werden!
Dabei ist es schon verwunderlich, dass
keiner es je bemerkt haben will:
Alle MACHT
geht vom VOLKE aus
und
kommt nie wieder zurück.
Deshalb:
wer nicht versteht,
dass die MACHT
das stärkste EROTIKUM der Menschheit ist,
wird niemals
POLITIK und GESCHICHTE
verstehen!
Nur Martin Luther hatte bereits den Weitblick,
als er den Mächtigen den Text in den Mund legte:
Mit unserer MACHT ist nichts getan,
wir sind gar bald v e r l o r e n ...!
und das Wahlvolk singt voller Erwartung:
Wartet, wartet nur ein Weilchen,
dann kommt Hamann auch zu dir ...
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