Vor 44 Jahren traf ich dieses damals vierjährige MÄDCHEN …
Diese BEGEGNUNG inspirierte mich
zu der nachstehenden BALLADE :
Pappenheimer Ballade
(frei nach Erlkönig von J. W. v. Goethe)
Wer rennt durch den Wald wie aus dem Häuschen?
s ist Onkel Charlie mit dem ‚Mäuschen‘.
Mit Lust genießen sie die Natur,
doch leider für ein paar Tage nur.
Mäuschen, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst,Charlie, du den Schutzmann nicht?
Den Schutzmann in Eisen und Stahl? –
Mäuschen, das ist ein Laternenpfahl!-
Du liebes Kind, komm geh mit mir,
sprach plötzlich ein fremder Mann zu ihr.
Da erfasst sie Onkel Charlies Hand
und ist schnell mit ihm davon gerannt.
Onkel Charlie, Onkel Charlie, hörst du nicht,
was mir der fremde Mann da verspricht? –
Sei ruhig, steck in die Ohren Watte!
Wer so spricht, hats in der Platte! –
Willst kleines Mädchen, du mit mir gehn?
Auch in den schönsten Kleidern sollst du gehn;
in einem weißen WOLGA * würd ich dich fahrn
und dir Schönes zeigen in den nächsten Jahrn. –
Hörst du, Onkel Charlie, und siehst du nicht dort
den fremden Mann am düsteren Ort? –
Mein ‚Mäuschen‘, ich seh im Mondenschein
nur die Konturen vom Mommelstein! –
Du, Kleine! Mich reizen deine schwarzen Augen;
möchte behaupten, dass sie etwas taugen!
Onkel Charlie! Onkel Charlie, halt mich fest
oder gib dem alten Kauz den Rest! –
Onkel Charlie kämpft nun wie besessen,
hat dem Fremden ein paar angemessen;
rappelt sich auf am düstren Ort,
doch sein kleines „Mäuschen“, das war fort
___
Erfurt, 30.09.1967 – gewidmet K. M., 4 Jahre, Bad Lgs.
Wer
aus lässig zurückgelehnter POSITION
zu spät aus den STARTLÖCHERN kommt,
dem
verhilft dann auch kaum
alle aufgewendete KRAFT beim ENDSPURT
zum SIEG …
Vor ca. 6 Monaten hatte ich den folgenden GEDANKEN
zu PAPIER und aufs BILD gebracht :
Der staatliche AUFWAND für die SICHERHEIT
einer PERSÖNLICHKEIT des öffentlichen LEBENS
ist zugleich GRADMESSER
für deren BELIEBTHEIT im VOLKE … Oder ?
___
[Gedanken anlässlich des bevorstehenden Papstbesuches
am 23. Sept. 2011 in Erfurt, der zweifelsfrei auf jeden anderen gleichermaßen zutrifft]
Allen LESERN und BESUCHERN meiner Seite
wünsche ich ein erlebnisreiches und
zugleich erholsames WOCHENENDE
und
einen guten START in die 36. KALENDERWOCHE 2011
Da konnte ich mich nun doch nicht mehr zurückhalten, als ich am 31.08.11 darüber las, dass man in ERFURT einerseits enorme Summen für TOURISMUS-WERBUNG ausgibt und andererseits über radikale Kürzungen bei der STRAßENREINIGUNG nachdenkt …
Hier meine MEINUNG zu Wird genug für Erfurt geworben? und „Straßen sollen seltener gekehrt werden„ in TA / Erfurt v. 31.08. 2011, S. 2 u. 3
………………………..………………….. Ungekürzt erschienen am 03. September; S. 5 …………………………………………….
Sparpläne dürfen den Blick für das Ganze nicht vernebeln
Enorme Summen für Werbung einer Region auszugeben und zugleich laut über die Reduzierung der Straßenreinigung nachzudenken ist ein alarmierendes Signal über möglichen Verlust komplexen Denkens der Verantwortlichen in Erfurts Stadtverwaltung. Ein größeres Interesse der Erfurter selbst am öffentlichen Erscheinungsbild könnte einen erheblichen Anteil zur Kosten- reduzierung ausmachen. Das beginnt z. B. damit, seine Zigarette und anderen Unrat nicht aus dem Fenster seines Autos auf die öffentliche Straße zu entsorgen. Darüber sollten unsere gewählten Volksvertreter mit ihrem Wahlvolk mal öffentlich reden. Das kostet kein Geld ! ___ P. Achim T., Erfurt
Hier der ZEITUNGSTEXT zur STRAßENREINIGUNG :
Straßenreinigung in Erfurt soll vielerorts halbiert werden
„Ich vermute, dass es maximal auf Null laufen wird“, sagt Thomas Niehoff über die Sparpläne der Stadtverwaltung bei der Straßenreinigung. Erfurt. Der Leiter der Straßenreinigung bei der Stadtwirtschaft hat sich bereits intensiv mit den Änderungsvorschlägen zur Straßenreinigungssatzung beschäftigt, die vom dem kommenden Jahr an dazu beitragen sollen den städtischen Haushalt zu entlasten und diesen zahlreiche rote Fragezeichen angehängt. Stark vereinfacht läuft es darauf hinaus, dass die Häufigkeit der Straßenreinigung weitestgehend halbiert wird. Wo bisher wöchentlich ein Fahrzeug den Dreck wegräumt, kommt es künftig nur noch zwei Mal im Monat.
Der naheliegende Gedanke, dass die Kosten damit halbiert werden, erweist sich jedoch als Trugschluss. Denn die Kosten summieren sich aus dem größeren Anteil (75 Prozent) der jeweiligen Anlieger und dem städtischen Anteil (25 Prozent). Wenn die Kosten halbiert werden, müssen auch die Beiträge der Anlieger entsprechend gekürzt werden. Derzeit sei man dabei den Sparvorschlag in Zahlen zu fassen. Wobei es nicht nur um den finanziellen Effekt geht. Zwangsläufig werde es auch schmutziger in der Stadt. Und auch in der Luft. Denn je länger der Dreck, der Reifen- und Bremsenabrieb auf der Straße liege, um so länger werde er auch durch die Luft geschleudert.
Besonders bedenklich sei laut Niehoff, dass auch in stark frequentierten Hauptverkehrsstraßen wie der Binderslebener Landstraße, der Bergstraße und der Heinrichstraße die Reinigungsperioden von einer auf zwei Wochen verlängert werden sollen. Dadurch werde sich auch das mühevoll unter das Limit geführte Feinstaub-Aufkommen wieder verdoppeln – derartige Vorschläge auf den Tisch zu legen, während beim Landesverwaltungsamt um die Freistellung von der Einrichtung von Umweltzonen gerungen wird, sei wenig konstruktiv.
Auch die praktische Umsetzung der Sparpläne sei mit einigen Problemen verbunden. Um die vorhandene Technik auszulasten – drei große und drei kleine Kehrmaschinen – müsste der Anteil gewerblicher Leistungen erhöht, nach Arbeit in Gewerbegebieten oder ähnlichen Orten gesucht werden. Eine Lösung dieses Problems wurde im Änderungsantrag gleich mitgeliefert: In Alach, Egstedt, Kühnhausen, Salomonsborn, Stotternheim und Urbich sollen (auch gegen den Willen der Ortschaftsräte) bislang unberücksichtigte Straßen in die gebührenpflichtige Reinigung übernommen werden.
Noch nicht bedacht wurde außerdem, wie im Herbst verfahren werden soll, wenn die Blätter fallen, Straßen nass und rutschig machen, wenn die Stadt in der Pflicht ist, Verkehrssicherheit zu gewährleisten – auch außerhalb der geplanten Reinigungsperioden. Unter Umständen könnte die Einsparung auch dazu führen, dass vom Tiefbauamt künftig häufiger die Kanaleinlässe gereinigt werden müssen – erst die Praxis würde die tatsächlichen Ersparnisse (oder zusätzlichen Kosten) in vollem Umfang offenbaren. Zur Beruhigung: Unverändert blieb der Reinigungszyklus im Innenstadtbereich. Der wird weiterhin täglich gereinigt – Anger, Bahnhofstraße, Benediktsplatz, Fischmarkt, Futterstraße, Hirschgarten, Krämerbrücke, Marktstraße … bleiben bei den Sparplänen außen vor.
Vom Bau- und Verkehrsausschuss wurde aus vielen Gründen um eine Nachbesserung gebeten. Vor allem, weil der dem Antrag anhängende „Schwanz“ von Straßennamen und Änderungen kaum durchschaubar sei – aus E wird ES IV, aus ES III wird E, aus E wird ES III … in einigen Straßen greifen gleich mehrere Reinigungsklassen – ein Teil der Johannesstraße wird täglich komplett gereinigt, ein anderer nur wöchentlich, ein weiterer nur im Abstand von zwei Wochen und ohne Gehwege.
Ob die Halbierung der Straßenreinigung ab dem 1. Januar 2012 so umgesetzt wird, entscheidet sich in der kommenden Woche; nämlich in der Sitzung des Stadtrates am 7. September. Ausschlaggebend wird dabei vor allem die Meinung des Finanzausschusses sein, der am heutigen Mittwoch zusammentrifft. Denn diesem werden die Zahlen über Aufwand und Nutzen vorliegen, die untermauern, ob unter dem Strich vielleicht doch irgendwo gespart wird. ___ Hartmut Schwarz / 31.08.11 / TLZ
Die Erkenntnisse der Neuro- und Kognitionswissenschaften haben in Verbindung mit neuen Technologien zu ganz neuen Theorien der Wahrnehmung, neuen Ansichten über das Sehen und neuen visuellen Kunstexperimenten geführt.
Die Ausstellung gewährt erstmals einen Einblick in visuelle Experimentalsysteme und bietet außerordentliche Seherfahrungen, von ungeahnten 3D-Erlebnissen bis zu bisher unsichtbaren Zonen.
Künstlerliste:
Giovanni Anselmo, Alberto Biasi, Ecke Bonk, Daniel Canogar, Piero Fogliati, Carsten Höller, Dieter Jung, Olga Kisseleva, Kilian Kretschmer, Mischa Kuball, Labor für kognitive Neurophysiologie / HfG Karlsruhe, Bernd Lintermann, OpenEndedGroup mit Wayne McGregor, Jun Park, Quantum Cinema, Max-Gerd Retzlaff und Alex Wenger, Axel Roch, Alfons Schilling, Ruth Schnell, Pipo Tafel, Steina Vasulka, Mark Wallinger.
Der Besuch dieser Ausstellung hat uns beeindruckt –
eigentlich hätte man dort einen ganzen Tag verbringen müssen,
um die Eindrücke umfassend verarbeiten zu können …