Man kann ja mal mittelfristig
über das P R O und das K O N T R A

der INTEGRATION eines HUNDES
in die FAMILIE nachdenken …
AUSGANGSPUNKT dafür war unser BESUCH der









Ich verabscheue MENSCHEN, die sich einen HUND halten, weil sie FEIGLINGE sind,
die nicht den MUT haben,
andere LEUTE selbst zu beißen …
[nach A. Strindberg]
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Nachtrag

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Herr Lehmann: Geschniegelt & gestriegelt
Die Erlebnisse eines Dackels, aufgeschrieben von Robert Schmidt.
Der Herr Lehmann war auch auf der Hundeausstellung am Wochenende in Erfurt. Aber nur als Gastgucker. Er wollte mal schauen, wie er so als Rauhaardackel aussehen müsste, wenn er ein Star werden wollte. Will er aber nicht. Jedenfalls jetzt nicht mehr. Denn was dort an seinen Kumpels so rumgezupft, gebürstet und gekämmt wurde, geht auf keine Rauhaardackelhaut drauf.
Da standen die armen Tölen auf den Frisiertischen ihrer Frauchen und mussten das volle Programm mit Waschen, Legen und Föhnen über sich ergehen lassen – nur um danach so auszusehen wie ihre Frauchen. Was nicht unbedingt von Vorteil ist. Auch dem sich anschließenden Im-Kreis-rummrennen konnte der Herr Lehmann nichts abgewinnen. Das macht er viel lieber im Garten des Herrchens, und zwar so, das die Grasfetzen fliegen. Ohne dass ihm jemand vorschreibt, dass er dabei den Rücken gerade zu halten hat oder so was.
O. k. – es gab auch Stände mit lecker Leckerlis. Blöd nur, dass Herr Lehmann gerade eine Diät macht. Oder machen muss. Er hat sich trotzdem ein Schweinsohr geklaut. Das war schön. Und zum Glück hat es außer dem Frauchen niemand gesehen, da Herrchen gerade in Fachliteratur blätterte, wie denn der Herr Lehmann sein müsste, wenn er ein „Vorzüglich“ in seine Papiere gestempelt bekommen wollte. Will er aber wie gesagt nicht. Der Herr Lehmann ist ganz zufrieden mit sich und der Welt. Ungeschniegelt & -gestriegelt. Und das ist ja wohl das Wichtigste.
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Robert Schmidt / 21.06.11 / TA
